KI-Assistent im Unternehmen:Welche Art passt,was er braucht
Ein KI-Assistent entwirft Mails, fasst Besprechungen zusammen und beantwortet Fragen zu Ihren Unterlagen. Hier lesen Sie, welche Arten es gibt, wofür sie im Büro taugen, was der Datenschutz verlangt und was ein Assistent braucht, damit er Ihrem Betrieb wirklich hilft.
Direkt zur Anfrage- Was ist ein KI-Assistent?
- Welche Arten von KI-Assistenten gibt es für Unternehmen?
- Wofür taugt ein KI-Assistent im Büro?
- Wie setzen Sie einen KI-Assistenten DSGVO-konform ein?
- Wo landen Ihre Daten bei Copilot, Gemini und ChatGPT?
- Was braucht ein KI-Assistent, um im Betrieb wirklich zu helfen?
- Wann lohnt sich ein betriebseigener KI-Assistent?
- Muss Ihr Team für den KI-Assistenten geschult werden?
- Häufige Fragen
- So finden Sie den passenden KI-Assistenten
- Woher die Angaben auf dieser Seite stammen

Sprechen wir über Ihr Projekt.
Erst prüfen wir, ob das Vorhaben zu Ihrem Geschäftsmodell passt. Dann folgt ein Vorschlag mit Phasen und Aufwand.
KI-Assistenten besprechen oder anrufen: +49 151 1576 5566Ein KI-Assistent für Unternehmen ist ein Programm, das Anweisungen in normaler Sprache versteht und Büroarbeit übernimmt: E-Mails entwerfen, Besprechungen zusammenfassen, Unterlagen durchsuchen, Tabellen auswerten. Zu haben ist er in drei Formen, nämlich eingebaut in Office-Programme wie Microsoft Copilot oder Gemini in Google Workspace, als eigenständiger Chat wie ChatGPT oder als betriebseigener Assistent, den man auf die eigenen Abläufe zuschneidet. Welche davon zu Ihnen passt, ist aus unserer Sicht weniger eine Frage der Technik als eine von drei ganz praktischen Fragen: Wo werden Ihre Daten verarbeitet, was weiß der Assistent über Ihren Betrieb, und wer gibt am Ende frei, was er liefert?
- Drei Arten begegnen Ihnen: der in Office-Programme eingebaute Assistent, der eigenständige KI-Chat und der betriebseigene Assistent.
- Datenschutzrechtlich hängt es am Auftragsverarbeitungsvertrag, daran, dass Ihre Eingaben nicht ins Training gehen, und am Ort, an dem verarbeitet wird.
- Private Konten sind für Firmendaten der falsche Weg (die Datenschutzkonferenz empfiehlt betriebliche Konten und Geräte).
- Und wer KI-Assistenten einsetzt, muss nach Artikel 4 der KI-Verordnung Maßnahmen für die KI-Kompetenz seines Teams ergreifen, wobei ein Zertifikat nicht verlangt wird.
Auf dieser Seite
- Was ist ein KI-Assistent?
- Welche Arten von KI-Assistenten gibt es für Unternehmen?
- Wofür taugt ein KI-Assistent im Büro?
- Wie setzen Sie einen KI-Assistenten DSGVO-konform ein?
- Wo landen Ihre Daten bei Copilot, Gemini und ChatGPT?
- Was braucht ein KI-Assistent, um im Betrieb wirklich zu helfen?
- Wann lohnt sich ein betriebseigener KI-Assistent?
- Muss Ihr Team für den KI-Assistenten geschult werden?
- Häufige Fragen
- So finden Sie den passenden KI-Assistenten
- Woher die Angaben auf dieser Seite stammen
Was ist ein KI-Assistent?
Ein KI-Assistent ist ein Programm auf Basis eines großen Sprachmodells, das Sie in ganz normaler Sprache ansprechen und das Ihnen dafür Arbeit abnimmt. Sie schreiben zum Beispiel „Fass mir den Mailverlauf zu diesem Angebot zusammen“, und zurück kommt eine Zusammenfassung, ein Entwurf oder eben eine Antwort. Das Wort Assistent ist dabei gut gewählt, finden wir, denn er arbeitet Ihnen zu, während die Entscheidung bei Ihnen bleibt.
Zwei verwandte Begriffe geraten dabei gern durcheinander. Ein Chatbot auf Ihrer Website spricht mit Kunden, und für ihn gilt seit dem 2. August 2026 eine eigene Hinweispflicht, die wir im Beitrag zur KI-Kennzeichnungspflicht für Chatbots erklären. Ein KI-Agent wiederum geht einen Schritt weiter als der Assistent, weil er mehrere Schritte selbstständig erledigt und dabei mit Ihren Programmen arbeitet. Wo genau der eine aufhört und der andere anfängt, lässt sich kaum sagen, der Übergang ist fließend.
Wenn wir hier also vom persönlichen KI-Assistenten sprechen, meinen wir den, mit dem jemand im Büro arbeitet, und nicht den Kundenchat auf der Website.
Welche Arten von KI-Assistenten gibt es für Unternehmen?
Im Mittelstand begegnen Ihnen drei Arten, die sich vor allem darin unterscheiden, wo der Assistent arbeitet, was er über Ihren Betrieb weiß und wo Ihre Daten verarbeitet werden.
In Office-Programme eingebaut. Microsoft Copilot steckt in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams, Gemini in Google Workspace unter anderem in Gmail, Docs und Drive. Das hat einen handfesten Vorteil: Der Assistent arbeitet dort, wo Ihre Unterlagen sowieso liegen, und hält sich an die Zugriffsrechte, die Sie dort vergeben haben.
Eigenständige KI-Chats. ChatGPT und vergleichbare Dienste laufen im Browser oder als App. Eingerichtet sind sie schnell, nur kennen sie Ihren Betrieb eben bloß so weit, wie Sie ihnen Inhalte geben. Beim Datenschutz entscheidet hier vor allem eine Frage, nämlich ob Ihr Team mit einem Geschäftskonto arbeitet oder mit privaten Konten.
Betriebseigene Assistenten. Sie werden für einen bestimmten Betrieb eingerichtet, kennen dessen Leistungen, Vorlagen und Abläufe und arbeiten mit den Programmen, die dort ohnehin laufen, vom Postfach bis zur Warenwirtschaft. Zu Beginn ist der Aufwand höher, dafür richtet sich der Assistent nach Ihrer Arbeitsweise und nicht Ihr Team nach ihm.
| Merkmal | In Office eingebaut | Eigenständiger KI-Chat | Betriebseigener Assistent |
|---|---|---|---|
| Beispiele | Microsoft Copilot, Gemini in Google Workspace | ChatGPT und vergleichbare Chat-Dienste | Für Ihren Betrieb eingerichteter Assistent |
| Wo er arbeitet | In Word, Outlook, Teams oder Gmail, Docs, Drive | Im Browser oder in einer eigenen App | In Ihren vorhandenen Programmen |
| Wissen über Ihren Betrieb | Was in Mails, Dateien und Terminen steht, soweit die Person Zugriff hat | Nur, was Sie im Gespräch eingeben oder hochladen | Leistungen, Vorlagen, Abläufe und Regeln Ihres Betriebs |
| Zugriff auf andere Programme | Vor allem innerhalb der eigenen Office-Welt | Gering, meist Kopieren und Einfügen | Auf die Programme, die Sie freigeben |
| Datenschutz | Geschäftsvertrag des Office-Anbieters, Einstellungen prüfen | Für Firmendaten nur mit Geschäftskonto und Auftragsverarbeitungsvertrag | Je nach Einrichtung bis zum Betrieb auf eigenem Server |
| Einstieg | Schnell, wenn Sie das Office-Paket schon nutzen | Sofort | Braucht eine Einrichtungsphase |
| Passt für | Teams, die ihre Arbeit im Office-Paket erledigen | Einzelne Aufgaben wie Texte und Recherche | Wiederkehrende Abläufe mit viel Betriebswissen |
Wofür taugt ein KI-Assistent im Büro?
Seine Stärken spielt ein KI-Assistent im Büro bei Aufgaben aus, in denen viel Text steckt und die sich nach einem Muster wiederholen. Microsoft nennt für Copilot unter anderem, Dokumente in Word zu entwerfen, umzuschreiben und zusammenzufassen, Daten in Excel zu analysieren, E-Mail-Verläufe in Outlook zusammenzufassen und in Teams Besprechungen zusammenzufassen und die vereinbarten Aufgaben festzuhalten.
Im Alltag ist das dann der erste Entwurf für eine Antwort an einen Kunden, das Protokoll einer Besprechung, die Suche nach einer Zusage irgendwo in einem langen Mailverlauf oder die Auswertung einer Tabelle, für die sonst einfach niemand Zeit findet. Was der Assistent dabei vor allem spart, ist der Anlauf; den letzten Schliff gibt nach wie vor ein Mensch.
Die Grenze ist aber genauso deutlich, denn ein KI-Assistent kann sich irren und klingt dabei trotzdem überzeugend. In einer repräsentativen Bitkom-Umfrage vom November 2025 gaben 42 Prozent derjenigen, die KI für die Suche nutzen, an, schon falsche oder erfundene Informationen bekommen zu haben. Für den Büroalltag heißt das ganz schlicht: Was nach außen geht (eine Zahl, eine Zusage, ein Preis), prüft vorher jemand aus Ihrem Team.
Angekommen ist KI inzwischen in der Mehrheit der Betriebe. Laut einer im September 2026 veröffentlichten Bitkom-Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten setzen 57 Prozent KI ein, und ein Jahr zuvor waren es noch 36 Prozent, was für so kurze Zeit ein ziemlicher Sprung ist.
der Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland setzen KI ein, ein Jahr zuvor waren es 36 Prozent.
Wie setzen Sie einen KI-Assistenten DSGVO-konform ein?
DSGVO-konform nutzen lässt sich ein KI-Assistent, wenn der Vertrag passt, die Einstellungen stimmen und im Betrieb geregelt ist, was erlaubt ist. Den Rahmen dafür beschreibt die Datenschutzkonferenz, also das Gremium der unabhängigen deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden, in ihrer Orientierungshilfe „Künstliche Intelligenz und Datenschutz“ vom 6. Mai 2024, die sich an Verantwortliche richtet, die Sprachmodelle und Chatbots einsetzen.
Nutzen Sie einen Assistenten aus der Cloud, verarbeitet der Anbieter Daten in Ihrem Auftrag, und die Datenschutzkonferenz geht in diesem Fall häufig von einer Auftragsverarbeitung aus. Dann brauchen Sie einen Vertrag nach Art. 28 Abs. 3 DSGVO. Und arbeiten dürfen Sie nur mit Anbietern, die hinreichende Garantien für geeignete technische und organisatorische Maßnahmen bieten (Art. 28 Abs. 1 DSGVO).
Beim Einsatz von KI wird nach Einschätzung der Aufsichtsbehörden vielfach eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO nötig sein, und dafür brauchen Sie Angaben des Anbieters dazu, wie sein System funktioniert. Achten Sie deshalb schon bei der Auswahl darauf, dass er diese Angaben auch herausgibt. Aus der Orientierungshilfe leiten sich die folgenden Punkte ab:
- 01
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Vertrag schließenSchließen Sie den Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter, bevor personenbezogene Daten in den Assistenten gehen.
- 02
02
Training ausschließenPrüfen Sie, ob Ihre Ein- und Ausgaben zum Training verwendet werden und ob Sie das ausschließen können. Anwendungen, die das nicht tun, hält die Datenschutzkonferenz für vorzugswürdig.
- 03
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Betriebliche Konten nutzenArbeitgeber sollen Konten und Geräte für die berufliche Nutzung stellen, statt Beschäftigte mit privaten Konten arbeiten zu lassen.
- 04
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Geschlossene Umgebung bevorzugenSysteme, in denen die Daten in einer abgegrenzten Umgebung bleiben und nur ein fester Personenkreis Zugriff hat, bewertet die Datenschutzkonferenz als vorzugswürdig.
- 05
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Regeln aufschreibenLegen Sie fest, welche Assistenten für welche Zwecke erlaubt sind. Beispiele für erlaubte und untersagte Einsätze machen die Regel greifbar.
Wo landen Ihre Daten bei Copilot, Gemini und ChatGPT?
Die großen Anbieter trennen sauber zwischen Geschäfts- und Privatangeboten. So sieht es nach ihrer eigenen Dokumentation mit Stand vom 25.09.2026 aus:
Microsoft Copilot: Laut Microsoft werden Eingaben, Antworten und die Daten, auf die Copilot in Microsoft 365 zugreift, nicht zum Training der zugrunde liegenden Sprachmodelle verwendet. Copilot zeigt nur Inhalte an, für die die jeweilige Person mindestens Leserechte hat, und für Kunden in der EU ist er ein Dienst innerhalb der EU-Datengrenze. Eine Ausnahme gibt es allerdings bei den Modellen von Anthropic, die Microsoft zusätzlich anbietet, denn die sind derzeit von der EU-Datengrenze ausgenommen und für Kunden in der EU standardmäßig ausgeschaltet.
Gemini in Google Workspace: Google sagt zu, dass Ihre Inhalte ohne Ihre Erlaubnis weder von Menschen geprüft noch außerhalb Ihrer Domain zum Training generativer KI-Modelle verwendet werden. Und auch Gemini hält sich an die bestehenden Freigaben, was eine Person nicht sehen darf, kann also auch der Assistent nicht nutzen.
ChatGPT: Bei den Geschäftsangeboten ChatGPT Business und Enterprise nutzt OpenAI Ihre Daten standardmäßig nicht für das Training. Bei privaten Konten wie Free und Plus ist es genau andersherum, dort läuft das Training, bis jemand in den Datenkontrollen die Einstellung „Improve the model for everyone“ abschaltet (und das muss man erst einmal wissen). Einen Auftragsverarbeitungsvertrag bietet OpenAI Geschäftskunden an, für private ChatGPT-Konten gibt es keinen.
Bei eingebauten Assistenten wird ein Punkt gern übersehen. Ein Assistent, der sich an die Zugriffsrechte hält, findet eben alles, was eine Person sehen darf, auch Dateien, die bisher nur mit Mühe aufzufinden waren, und das kann unangenehm werden, wenn Freigaben über die Jahre gewachsen sind. Microsoft rät deshalb ausdrücklich, Berechtigungen etwa in SharePoint so zu pflegen, dass die richtigen Personen auf die richtigen Inhalte zugreifen. Unser Rat: Räumen Sie Ordnerfreigaben auf, bevor Sie einen eingebauten Assistenten für alle einschalten.
Was braucht ein KI-Assistent, um im Betrieb wirklich zu helfen?
Ein Assistent ist genau so nützlich wie das, was er über Ihren Betrieb weiß und was er erreichen darf. Ein allgemeiner Chat kennt weder Ihre Leistungen noch Ihre Vorlagen, und vom Stand beim wichtigsten Auftrag weiß er schon gar nichts, also liefert er allgemeine Texte, die hinterher jemand mühsam anpassen muss. Den Unterschied machen drei Dinge.
- 01
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Wissen über den BetriebLeistungen, Vorlagen, Ansprechpartner, Tonalität und die Regeln, nach denen Ihr Betrieb arbeitet. Je besser dieses Wissen gepflegt ist, desto weniger muss Ihr Team nachbessern.
- 02
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Zugriff auf Ihre ProgrammePostfach, Kalender, Ablage, Warenwirtschaft oder Shop. Erst mit Zugriff kann der Assistent einen Stand nachsehen, statt zu raten, und Ergebnisse dort ablegen, wo Ihr Team sie braucht. Freigegeben wird nur, was die Aufgabe erfordert.
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Freigabe durch MenschenDer Assistent bereitet vor, ein Mensch entscheidet. Alles, was Ihren Betrieb nach außen verpflichtet, also Angebote, Zusagen und Mails an Kunden, geht erst nach Prüfung hinaus.
Wann lohnt sich ein betriebseigener KI-Assistent?
Ein betriebseigener Assistent lohnt sich, wenn bei Ihnen viel wiederkehrende Arbeit anfällt, für die man Betriebswissen braucht, also Anfragen beantworten, Angebote vorbereiten, Vorgänge nachhalten oder Unterlagen zusammenstellen. Arbeitet Ihr Team dagegen fast nur in Office-Dokumenten, ist der eingebaute Assistent der naheliegende Anfang.
Genau diese drei Voraussetzungen aus dem vorigen Abschnitt bilden den Kern unseres KI-Agentensystems. Es läuft auf Ihrem Server, hängt nicht an einem einzelnen KI-Anbieter, kennt Ihren Betrieb und arbeitet mit den Programmen, die Sie schon nutzen. Und nach außen geht nichts, bevor ein Mensch aus Ihrem Team es freigegeben hat.
Für die Datenschutzfrage von oben bedeutet das: Die Daten bleiben in der Umgebung, die Sie bestimmen, und welches Sprachmodell zum Einsatz kommt, entscheiden ebenfalls Sie.
Muss Ihr Team für den KI-Assistenten geschult werden?
Ja, wenn auch in angemessenem Umfang. Seit dem 2. Februar 2025 verpflichtet Artikel 4 der KI-Verordnung Betriebe, die KI-Systeme einsetzen, sich um die KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten zu kümmern, und zwar unabhängig von Branche und Größe und auch dann, wenn das Team bloß mit einem KI-Chat arbeitet. Seit dem 27. Juli 2026 gilt die Pflicht in geänderter Fassung: Sie müssen Maßnahmen ergreifen, die den Aufbau von KI-Kompetenz unterstützen, schulden aber kein bestimmtes Niveau je Person. Ein Zertifikat ist ebenfalls nicht vorgeschrieben. Was das im Einzelnen heißt, steht im Beitrag zur KI-Schulungspflicht nach Artikel 4.
Die Datenschutzkonferenz empfiehlt unabhängig davon, Beschäftigte durch Schulungen, Leitfäden und Gespräche dafür zu sensibilisieren, ob und wie sie KI-Anwendungen nutzen dürfen. Auf einen KI-Assistenten übertragen heißt das: Wer damit arbeitet, sollte wissen, welche Daten hinein dürfen, wo der Assistent typischerweise danebenliegt und wer seine Ergebnisse freigibt.
In unserer KI-Schulung üben Teams genau das an ihren eigenen Aufgaben und mit dem Assistenten, den sie im Alltag einsetzen.
Häufige Fragen
Welcher KI-Assistent passt für ein mittelständisches Unternehmen?
Das kommt vor allem darauf an, wo Ihr Team arbeitet. Wer seine Arbeit ohnehin im Microsoft- oder Google-Office erledigt, für den liegt der eingebaute Assistent als Start nahe. Steckt in Ihren wiederkehrenden Abläufen viel Betriebswissen, passt eher ein betriebseigener Assistent, und ein eigenständiger Chat taugt für einzelne Aufgaben wie Texte oder Recherche, für Firmendaten aber nur mit Geschäftskonto.
Darf ich ChatGPT mit Kundendaten nutzen?
Mit einem privaten Konto nicht. Sobald personenbezogene Daten im Spiel sind, brauchen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag, den OpenAI nur Geschäftskunden anbietet, und Einstellungen, die das Training mit Ihren Eingaben ausschließen (bei ChatGPT Business und Enterprise ist es laut OpenAI standardmäßig aus). Ob obendrein eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig ist, klären Sie am besten mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Ist Microsoft Copilot DSGVO-konform?
Laut eigener Dokumentation ordnet Microsoft Copilot für EU-Kunden der EU-Datengrenze zu und nutzt Eingaben und Antworten nicht für das Training der Sprachmodelle. Ob Ihr Einsatz datenschutzkonform ist, liegt trotzdem bei Ihnen, denn um Vertrag, Berechtigungen und interne Regeln müssen Sie sich selbst kümmern, und gegebenenfalls kommt eine Datenschutz-Folgenabschätzung dazu. Die zusätzlich angebotenen Modelle von Anthropic sind laut Microsoft übrigens von der EU-Datengrenze ausgenommen und in der EU standardmäßig ausgeschaltet.
Was ist der Unterschied zwischen KI-Assistent und KI-Agent?
Der Assistent arbeitet Ihnen auf Anweisung zu, Sie fragen und er entwirft. Ein KI-Agent erledigt dagegen mehrere Schritte selbstständig und nutzt dafür Ihre Programme, sieht etwa einen Vorgang nach, erstellt einen Entwurf und legt ihn ab. Scharf trennen lässt sich das nicht. Was nach außen geht, sollte aber bei beiden ein Mensch freigeben.
Kann ein KI-Assistent auf dem eigenen Server laufen?
Ja, das geht. Betriebseigene Assistenten lassen sich so einrichten, dass sie auf Ihrem Server laufen und mit den Programmen arbeiten, die Sie schon haben, und die Datenschutzkonferenz hält geschlossene Systeme, in denen die Daten in einer abgegrenzten Umgebung bleiben, sogar für vorzugswürdig.
Brauchen Mitarbeitende eine Schulung, bevor sie den Assistenten nutzen?
Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt von Betrieben, die KI einsetzen, Maßnahmen zum Aufbau von KI-Kompetenz. Ein Zertifikat verlangt er nicht. Wir halten eine Einweisung in den konkreten Assistenten für den vernünftigsten Weg, und zwar mit den Fragen, welche Daten hinein dürfen, wo er Fehler macht und wer seine Ergebnisse freigibt.
So finden Sie den passenden KI-Assistenten
- 01
Aufgaben sammeln
Schreiben Sie auf, welche Aufgaben in Ihrem Büro jede Woche wiederkehren und viel Text bewegen, etwa Mails, Protokolle, Angebote oder Auswertungen.
- 02
Bestand prüfen
Schauen Sie nach, ob Ihr Office-Paket schon einen Assistenten mitbringt, und fragen Sie ruhig offen, welche privaten KI-Konten im Team schon genutzt werden.
- 03
Datenschutz festziehen
Dann kommt der Datenschutz: den Auftragsverarbeitungsvertrag schließen, das Training mit Ihren Daten abschalten und die Ordnerfreigaben aufräumen, bevor der Assistent für alle läuft.
- 04
Team befähigen
Halten Sie schriftlich fest, was erlaubt ist, und schulen Sie Ihr Team am konkreten Assistenten. Wenn Sie dabei Hilfe möchten, unterstützen wir mit einer KI-Schulung oder einem betriebseigenen KI-Agentensystem.
Zeit spart ein KI-Assistent dort, wo er Ihren Betrieb kennt und ein Mensch das letzte Wort behält. Das Werkzeug auszusuchen ist dabei ehrlich gesagt der kleinere Teil der Arbeit, der größere ist, Wissen, Zugriffe und Freigaben so zu regeln, dass später niemand hinterherräumen muss.
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