Blog · Lokale KI · 25.09.2026
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Lokale KI

Lokale KI:Was wirklich im Haus bleibtund was nicht

Lokale KI kann zweierlei heißen: Das Modell rechnet auf Ihrer eigenen Hardware, oder System und Daten liegen bei Ihnen und nur die Rechenleistung kommt aus der Cloud. Hier lesen Sie, worin sich beide Wege unterscheiden, was sie leisten und was die DSGVO dazu sagt.

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Nikolai Schöbel und Jeremias Burger, Co-Founder Scalableloops

Sprechen wir über Ihr Projekt.

Erst prüfen wir, ob das Vorhaben zu Ihrem Geschäftsmodell passt. Dann folgt ein Vorschlag mit Phasen und Aufwand.

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Lokale KI bedeutet, dass ein Unternehmen seine KI-Anwendung so betreibt, dass die Kontrolle über Daten und System im eigenen Haus bleibt, statt alles einem Cloud-Dienst zu überlassen. Dahinter stecken allerdings zwei sehr verschiedene Wege. Beim ersten läuft das Sprachmodell selbst vollständig auf Ihrem Server, und kein Text verlässt das Firmennetz. Beim zweiten liegen Anwendung, Ablagen und Unterlagen bei Ihnen, während das Modell, das die Antworten formuliert, als Dienst eines KI-Anbieters aufgerufen wird (im Alltag verschwimmt diese Unterscheidung leicht). Beide Wege haben ihre Berechtigung. Welcher passt, hängt vor allem an den Daten, die Sie verarbeiten, und an der Qualität, die Sie brauchen, und dann bleibt noch die Frage, wer die Technik eigentlich betreuen soll.

In Kürze
  • Mit „lokal“ meinen nicht alle dasselbe: Mal rechnet das Modell im Haus, mal liegen dort nur System und Daten.
  • Offene Modelle laufen auch auf eigener Hardware, sind aber meist kleiner als die stärksten Cloud-Modelle, was man vor allem bei anspruchsvollen Aufgaben merkt.
  • Die Datenschutzkonferenz hält technisch geschlossene Systeme für vorzugswürdig. Nutzen Sie einen Cloud-Dienst, brauchen Sie in aller Regel einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
  • Von selbst DSGVO-konform ist auch eine vollständig lokale KI nicht, denn Rechtsgrundlage, Risikobewertung und die Rechte der Betroffenen bleiben Ihre Sache.
Veröffentlicht 25.09.2026Nikolai Schöbel und Jeremias BurgerLesezeit 9 min
Nikolai SchöbelJeremias Burger

Nikolai Schöbel und Jeremias Burger

Co-Founder der Scalableloops GmbH. Nikolai Schöbel verantwortet Online-Marketing und KI-Strategie, Jeremias Burger die KI-Architektur. Beide bauen und schulen KI-Systeme im eigenen Agenturalltag.

Auf dieser Seite
  1. Was bedeutet lokale KI genau?
  2. Wie läuft ein KI-Modell komplett auf dem eigenen Server?
  3. Was leistet lokale KI im Vergleich zu Cloud-Modellen?
  4. Wie funktioniert KI auf eigenem Server mit einem Cloud-Modell?
  5. Welche Variante lokaler KI passt zu welchem Bedarf?
  6. Ist lokale KI automatisch DSGVO-konform?
  7. Wie entscheiden Sie zwischen lokaler KI und Cloud-Modell?
  8. Wie setzen wir lokale KI in Ihrem Betrieb um?
  9. Häufige Fragen
  10. So finden Sie den passenden Weg zu lokaler KI
  11. Woher die Angaben auf dieser Seite stammen
Begriff

Was bedeutet lokale KI genau?

Lokale KI meint, dass Sie selbst bestimmen, wo Ihre Daten liegen und wer darauf zugreift. Im Gespräch mit Anbietern wird der Begriff allerdings für zwei Dinge benutzt, und die Verwechslung führt zu falschen Erwartungen.

Weg A: Das Modell läuft komplett lokal. Sie laden ein offenes Sprachmodell herunter und betreiben es auf eigener Hardware, im eigenen Rechenzentrum oder bei einem Hoster Ihrer Wahl. Eingaben, Dokumente und Antworten verlassen diese Umgebung nicht. Man spricht auch von On-Premise-KI oder KI ohne Cloud.

Weg B: System und Daten liegen im Betrieb, die Rechenleistung kommt aus der Cloud. Die Anwendung, Ihre Ablagen, Wissensbestände und Protokolle liegen auf Ihrem Server. Für die eigentliche Textverarbeitung wird ein leistungsstarkes Modell eines Anbieters über dessen Schnittstelle aufgerufen. Dabei gehen die jeweils benötigten Textausschnitte an den Anbieter, der Datenbestand selbst bleibt bei Ihnen.

Beide Wege darf man ehrlich „lokal“ nennen. Das Versprechen, dass kein Zeichen das Haus verlässt, hält aber nur Weg A, und deshalb würden wir im Gespräch mit einem Anbieter zuerst eine einzige Frage stellen: Wo rechnet das Modell?

Weg A

Wie läuft ein KI-Modell komplett auf dem eigenen Server?

Voraussetzung sind sogenannte offene Modelle, deren Gewichte veröffentlicht sind und die Sie auf eigener Hardware ausführen dürfen. Das Angebot ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Am 5. August 2025 hat OpenAI mit gpt-oss-120b und gpt-oss-20b zwei offene Modelle unter der Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht, laut TechCrunch die ersten offenen Sprachmodelle des Unternehmens seit GPT-2. Offene Modelle bieten außerdem unter anderem DeepSeek und Alibaba mit der Qwen-Reihe an.

Der Hardwarebedarf richtet sich nach der Modellgröße. OpenAI gibt an, dass das größere Modell auf eine einzelne Rechenzentrums-Grafikkarte mit 80 GB Speicher passt und das kleinere Modell mit 16 GB Speicher auskommt. Das kleinere lässt sich damit bereits auf einem gut ausgestatteten Arbeitsrechner betreiben, das größere braucht Server-Hardware. Für den Einsatz im Team kommen gleichzeitige Anfragen mehrerer Personen hinzu, die zusätzliche Reserven verlangen.

Laut MIT Technology Review wollen gerade Organisationen wie Krankenhäuser, Kanzleien und Behörden Modelle aus Gründen der Datensicherheit lokal betreiben, was uns wenig überrascht. Der Gewinn liegt auf der Hand: Eingaben verlassen Ihr Netz nicht, kein externer Anbieter verarbeitet Daten, und Preis- oder Produktentscheidungen eines Cloud-Dienstes betreffen Sie schlicht nicht mehr.

16 GB

Speicher reichen laut OpenAI für das kleinere seiner offenen Modelle, gpt-oss-20b.

OpenAI, August 2025
Grenzen

Was leistet lokale KI im Vergleich zu Cloud-Modellen?

Lokal betriebene Modelle sind in der Regel kleiner als die großen Modelle, die Anbieter über ihre Cloud bereitstellen, und das hat Folgen. Bemerkenswert finden wir, dass OpenAI das in der Modellkarte zu gpt-oss selbst so deutlich schreibt: Kleinere Modelle haben weniger Weltwissen als große Spitzenmodelle und neigen eher dazu, Fakten zu erfinden. In zwei hauseigenen Wissenstests schnitten beide offenen Modelle laut dieser Modellkarte schwächer ab als o4-mini, ein Modell, das OpenAI über seine Cloud anbietet.

Für viele Aufgaben im Betrieb ist das kein Hindernis. Texte zusammenfassen, Mails vorsortieren oder interne Dokumente durchsuchen gelingt auch mit kleineren Modellen gut, vor allem dann, wenn sich die Antwort auf Ihre eigenen Unterlagen stützt und nicht auf allgemeines Wissen (Formulare auswerten gehört übrigens auch dazu). Anders sieht es bei längeren Analysen, mehrstufigen Abläufen oder sehr guten Texten in mehreren Sprachen aus, die spürbar von den größten Modellen profitieren.

Und dann ist da noch der Aufwand. Ein lokales Modell ist eine Anwendung, die jemand betreiben muss, also Hardware beschaffen und überwachen, Modelle aktualisieren, Sicherheitsupdates einspielen und die Auslastung im Blick behalten, während bei einem Cloud-Modell der Anbieter diesen Teil übernimmt. Die Kosten verschieben sich damit eher, als dass sie wegfallen: Lokal zahlen Sie vor allem für Hardware und Betreuung, in der Cloud für die tatsächliche Nutzung.

Weg B

Wie funktioniert KI auf eigenem Server mit einem Cloud-Modell?

Beim zweiten Weg trennen Sie Datenhaltung und Rechenleistung. Anwendung, Wissensbestand, Vorlagen und Verläufe liegen auf Ihrem Server. Nur wenn eine Aufgabe es erfordert, geht der dafür nötige Ausschnitt an ein Sprachmodell eines Anbieters, und die Antwort kommt zurück. Sie behalten damit die Hoheit über Ihren Datenbestand und nutzen trotzdem die leistungsstärksten Modelle.

Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen der Anbieter die übermittelten Daten verarbeitet. Die Unterschiede zwischen Verbraucher- und Geschäftsangeboten sind erheblich. Ein Beispiel: OpenAI verwendet Daten, die über seine Programmierschnittstelle gesendet werden, nach eigener Dokumentation nicht zum Training seiner Modelle, es sei denn, der Kunde stimmt dem ausdrücklich zu. Diese Regel gilt seit dem 1. März 2023. Seit Februar 2025 können Geschäftskunden bei OpenAI außerdem für berechtigte Schnittstellen eine Verarbeitung in Europa wählen.

Solche Zusagen ersetzen keine eigene Prüfung. Sie erklären aber, warum Weg B für viele Unternehmen der pragmatische Mittelweg ist: Das Wissen des Betriebs liegt zentral im Haus, das Modell bleibt austauschbar, und welche Daten an wen gehen, legen Sie pro Aufgabe fest. Aufgaben mit besonders sensiblen Daten können Sie dann immer noch einem lokalen Modell zuweisen.

Vergleich

Welche Variante lokaler KI passt zu welchem Bedarf?

Die folgende Übersicht stellt die üblichen Varianten nebeneinander. Sie ersetzt keine Einzelfallprüfung, zeigt aber, an welchen Stellen die Wege sich wirklich unterscheiden.

AspektKI-Chat im Browser (Cloud)System im Haus, Modell aus der CloudModell komplett lokal
Wo liegen Ihre Daten?Beim AnbieterAuf Ihrem Server, Ausschnitte gehen zur Verarbeitung an den AnbieterVollständig auf Ihrem Server
Wo rechnet das Modell?Beim AnbieterBeim AnbieterAuf Ihrer Hardware
LeistungsfähigkeitAktuelle große ModelleAktuelle große Modelle, frei wählbarOffene Modelle, meist kleiner
HardwareKeineEin normaler ServerServer mit leistungsfähigen Grafikkarten
WartungBeim AnbieterAnwendung bei Ihnen oder Ihrem Dienstleister, Modell beim AnbieterAlles bei Ihnen oder Ihrem Dienstleister
DatenschutzVertrag, Einstellungen und Nutzung durch Mitarbeitende prüfenVertrag zur Auftragsverarbeitung, Ort der Verarbeitung, Training ausschließenKein externer Auftragsverarbeiter für das Modell, übrige Pflichten bleiben
Kosten allgemeinLizenz je NutzerBetrieb der Anwendung plus Nutzung des ModellsHardware, Strom und Betreuung
Geeignet fürEinzelne Aufgaben ohne sensible DatenBreiter Einsatz im Betrieb mit hoher QualitätBesonders sensible Daten, Abschottung vom Internet
Recht

Ist lokale KI automatisch DSGVO-konform?

Nein, aber sie macht vieles einfacher. Die Datenschutzkonferenz, das Gremium der deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden, hat am 6. Mai 2024 eine Orientierungshilfe zu KI und Datenschutz veröffentlicht. Darin unterscheidet sie geschlossene Systeme, bei denen die Verarbeitung in einer abgegrenzten Umgebung stattfindet und die Kontrolle über Ein- und Ausgaben bei den Anwendenden liegt, von offenen Systemen, die ein Anbieter etwa als Cloud-Lösung betreibt. Technisch geschlossene Systeme hält sie aus datenschutzrechtlicher Sicht für vorzugswürdig.

Setzen Sie eine KI-Anwendung eines externen Anbieters ein, besteht nach der Orientierungshilfe häufig ein Auftragsverarbeitungsverhältnis nach Art. 28 DSGVO, mit dem Anbieter ist dann eine entsprechende Vereinbarung abzuschließen. Außerdem soll geprüft werden, ob Ein- und Ausgaben für das Training verwendet werden, und diese Nutzung möglichst ausgeschlossen werden. Gehen Daten in Staaten außerhalb der EU, gelten die Regeln aus Kapitel V der DSGVO.

Für die USA gibt es seit dem 10. Juli 2023 einen Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission, das EU-US Data Privacy Framework. Er erlaubt Übermittlungen an Empfänger, die unter diesem Rahmen zertifiziert sind. Das Gericht der Europäischen Union hat den Beschluss am 3. September 2025 bestätigt, am 31. Oktober 2025 wurde dagegen Rechtsmittel beim Europäischen Gerichtshof eingelegt. Wer auf Übermittlungen in die USA setzt, sollte das Verfahren im Blick behalten; Weg A und eine Verarbeitung in Europa machen Sie davon unabhängiger.

Unabhängig vom Betriebsort bleiben Pflichten bestehen: eine Rechtsgrundlage für die Verarbeitung, Information der Betroffenen, Umsetzung ihrer Rechte und, wo ein hohes Risiko zu erwarten ist, eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO. Die Datenschutzkonferenz schreibt, dass dies beim Einsatz von KI-Anwendungen vielfach der Fall sein wird. Dazu kommt seit dem 2. Februar 2025 die Pflicht zur KI-Kompetenz aus der KI-Verordnung, die wir im Beitrag KI-Schulungspflicht nach Artikel 4 erklären.

Entscheidung

Wie entscheiden Sie zwischen lokaler KI und Cloud-Modell?

Die Frage „lokal oder Cloud“ lässt sich selten für das ganze Unternehmen auf einmal beantworten, und wir würden es auch gar nicht erst versuchen. Sinnvoller ist es, pro Aufgabe zu entscheiden. Diese Fragen helfen dabei:

  1. 01

    01

    Welche Daten sind im Spiel?

    Personenbezogene Daten, Gesundheitsdaten, Verträge oder Betriebsgeheimnisse verlangen mehr Schutz als öffentliche Produkttexte. Je sensibler die Daten, desto eher gehört die Aufgabe auf ein lokales Modell oder zu einem Anbieter mit Verarbeitung in Europa.

  2. 02

    02

    Welche Qualität braucht die Aufgabe?

    Vorsortieren und Zusammenfassen gelingt auch kleineren Modellen. Wo die Antwort nach außen geht oder Fachwissen verlangt, lohnt der Blick auf die großen Modelle.

  3. 03

    03

    Wer betreut die Technik?

    Ein lokales Modell braucht jemanden, der Hardware, Updates und Sicherheit verantwortet. Fehlt diese Kapazität intern, muss ein Dienstleister sie übernehmen.

  4. 04

    04

    Wie abhängig wollen Sie sein?

    Liegen Anwendung und Wissen bei Ihnen, können Sie das Modell später wechseln, ohne von vorn anzufangen. Diese Freiheit ist oft wichtiger als die Entscheidung für einen bestimmten Anbieter heute.

  5. 05

    05

    Was sagt Ihr Datenschutz?

    Beziehen Sie die oder den Datenschutzbeauftragten vor der Einrichtung ein, nicht danach. Die Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz eignet sich als gemeinsame Checkliste.

Unser Ansatz

Wie setzen wir lokale KI in Ihrem Betrieb um?

Unser KI-Agentensystem folgt Weg B und lässt Weg A offen. Das System und Ihre Ablagen liegen auf Ihrem Server. Welches Sprachmodell die Arbeit erledigt, entscheiden Sie: ein Cloud-Modell mit hoher Qualität, ein lokales offenes Modell oder beides, je nach Aufgabe. Sie sind damit nicht an einen KI-Anbieter gebunden.

Das System lernt Ihren Betrieb kennen, arbeitet mit den Programmen, die Sie bereits nutzen, und bereitet Arbeit vor, die ein Mensch prüft und freigibt, bevor etwas nach außen geht. Welche Daten an welches Modell gehen dürfen, klären wir gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Datenschutz, bevor wir etwas einrichten.

Damit Ihr Team die neuen Möglichkeiten sicher nutzt, begleiten wir die Einführung mit einer KI-Schulung, abgestimmt auf die Aufgaben in Ihrem Betrieb. Setzen Sie KI im Kundenkontakt ein, etwa als Chatbot, beachten Sie zusätzlich die Hinweise im Beitrag zur Kennzeichnungspflicht für Chatbots.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen lokaler KI und On-Premise-KI?

Im engeren Sinn ja, beide meinen, dass das Sprachmodell auf Hardware läuft, die Sie selbst betreiben oder kontrollieren. Im Alltag heißt aber auch eine Lösung „lokale KI“, bei der nur Anwendung und Daten im Haus liegen und das Modell aus der Cloud kommt. Fragen Sie also lieber einmal zu oft nach, wo das Modell rechnet.

Welche Hardware brauche ich für ein lokales LLM?

Kommt auf die Modellgröße an. Für sein kleineres offenes Modell gpt-oss-20b nennt OpenAI einen Speicherbedarf von 16 GB, für das größere gpt-oss-120b eine einzelne Grafikkarte mit 80 GB Speicher. Sobald mehrere Leute gleichzeitig damit arbeiten, brauchen Sie noch Reserven obendrauf.

Ist eine lokale KI so gut wie ChatGPT?

Für viele Alltagsaufgaben im Betrieb reicht die Qualität offener Modelle aus, für alles darüber hinaus würden wir nicht blind darauf setzen. Sie sind meist kleiner als die großen Cloud-Modelle und haben laut OpenAI weniger Weltwissen, weshalb sie eher Fakten erfinden. Probieren Sie es deshalb an Ihren echten Beispielen aus, bevor Sie sich festlegen.

Brauche ich bei einem Cloud-Modell einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung?

Häufig schon. Die Datenschutzkonferenz sieht einen externen Anbieter, der eine KI-Anwendung für Sie betreibt, in ihrer Orientierungshilfe oft als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO, und dann gehört eine entsprechende Vereinbarung dazu.

Werden meine Eingaben zum Training verwendet?

Das hängt vom Anbieter ab und manchmal sogar vom einzelnen Angebot. OpenAI zum Beispiel verwendet Daten aus seiner Programmierschnittstelle nach eigener Dokumentation nicht zum Training, außer der Kunde stimmt zu, bei Verbraucherkonten können andere Regeln gelten. Die Datenschutzkonferenz empfiehlt, die Trainingsnutzung zu prüfen und möglichst auszuschließen.

Ist lokale KI ohne Cloud automatisch DSGVO-konform?

Leider nein, auch wenn sie vieles einfacher macht. Einen externen Auftragsverarbeiter für das Modell und Übermittlungen in Drittstaaten haben Sie damit vom Tisch, Rechtsgrundlage, Transparenz, Betroffenenrechte und gegebenenfalls eine Datenschutz-Folgenabschätzung bleiben aber Ihre Aufgabe.

Was jetzt

So finden Sie den passenden Weg zu lokaler KI

  1. 01

    Aufgaben sammeln

    Schreiben Sie auf, wo KI Ihrem Team Zeit sparen soll, und notieren Sie bei jeder Aufgabe gleich dazu, welche Daten dabei anfallen.

  2. 02

    Daten einstufen

    Klären Sie mit Ihrem Datenschutz, welche Daten das Haus verlassen dürfen und welche nur in die EU. Manche dürfen gar nicht raus, und über die spricht man am besten zuerst.

  3. 03

    Beide Wege testen

    Probieren Sie ein paar typische Aufgaben mit einem offenen Modell und mit einem Cloud-Modell aus. Der Vergleich an echten Beispielen sagt mehr als jede Übersicht (unsere Tabelle oben eingeschlossen).

  4. 04

    Betrieb klären

    Legen Sie fest, wer Anwendung, Updates und Sicherheit verantwortet, intern oder über einen Dienstleister. Das klingt nach Nebensache, entscheidet aber mit darüber, welcher Weg für Sie trägt.

Ob lokal oder Cloud, ist für uns weniger eine Glaubensfrage als eine Frage von Aufgaben und Daten. Wer weiß, welche Informationen das Haus verlassen dürfen, kann die Technik danach wählen und bleibt beweglich, wenn sich Modelle und Regeln wieder ändern.

oder anrufen: +49 151 1576 5566

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Quellen

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