Google Spam Update:Was die Zahlenjetzt wirklich zeigen
Google rollt seit dem 24. September weltweit aus. Welche Bewegungen in dieser Zeit etwas bedeuten, welche reines Rauschen sind und woran Sie Ihre Seitentexte prüfen.
Direkt zur Anfrage- Was genau rollt Google gerade aus?
- Worin unterscheidet sich ein Spam-Update von einem Core-Update?
- Welche Zahlen sagen während einer Ausrollung etwas aus?
- Was können Sie in diesen Tagen getrost ignorieren?
- Woran erkennen Sie, ob wirklich das Update schuld ist?
- Welche Spam-Richtlinien treffen Firmenwebsites wirklich?
- Wie prüfen Sie maschinell erzeugte Seitentexte?
- Wo stößt die Einordnung an ihre Grenzen?
- Häufige Fragen
- So gehen Sie die nächsten Tage an
- Woher die Angaben auf dieser Seite stammen

Sprechen wir über Ihr Projekt.
Erst prüfen wir, ob das Vorhaben zu Ihrem Geschäftsmodell passt. Dann folgt ein Vorschlag mit Phasen und Aufwand.
Sichtbarkeit prüfen lassen oder anrufen: +49 151 1576 5566Google hat am 24. September 2026 ein Spam-Update gestartet. Es gilt weltweit und für alle Sprachen, und die Ausrollung kann nach Googles eigener Angabe bis zu zwei Wochen dauern. Für Ihre Website heißt das zuerst einmal, dass Zahlen aus diesen Tagen keine gute Grundlage für Entscheidungen sind (Google rät selbst, mindestens eine volle Woche nach Abschluss einer Ausrollung abzuwarten und erst dann die Woche danach mit der Woche davor zu vergleichen). Wer jetzt Seiten umschreibt, weil die Sichtbarkeit schwankt, repariert womöglich etwas, das gar nicht kaputt ist. Sinnvoller ist es, in dieser Zeit den Bericht zu manuellen Maßnahmen anzusehen und die eigenen Zahlen über einen langen Zeitraum zu betrachten. Und wer maschinell erzeugte Seitentexte verwendet, hält sie am besten einmal gegen die Spam-Richtlinien.
- Die Ausrollung läuft seit dem 24. September 2026, weltweit und in allen Sprachen, und sie kann laut Google bis zu zwei Wochen dauern.
- Bewerten sollten Sie erst, wenn nach dem Abschluss mindestens eine volle Woche vergangen ist, und dann Woche gegen Woche.
- Dass Positionen ein wenig wandern, ist laut Google jederzeit möglich und für sich genommen kein Grund für radikale Änderungen.
- KI-Texte sind für Google kein Verstoß an sich; zum Problem werden sie erst, wenn viele Seiten ohne Mehrwert für Leser entstehen.
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- Was genau rollt Google gerade aus?
- Worin unterscheidet sich ein Spam-Update von einem Core-Update?
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Was genau rollt Google gerade aus?
Google hat die Aktualisierung am 24. September 2026 im eigenen Status-Dashboard eingetragen, dort führt die Suche alle bestätigten Ranking-Aktualisierungen mit Beginn und Laufzeit. Die Beschreibung ist knapp und lautet sinngemäß, das Update gelte weltweit und für alle Sprachen, die Ausrollung könne bis zu zwei Wochen dauern. Mehr hat Google nicht mitgeteilt: weder, welche Richtlinien im Mittelpunkt stehen, noch, welcher Anteil der Suchanfragen sich verändert.
Bemerkenswert ist die angekündigte Dauer. Die drei vorherigen Spam-Aktualisierungen dieses Jahres waren deutlich schneller durch, die schnellste im März nach weniger als einem Tag. Zwei Wochen sind also kein Routinewert, sondern die längste angekündigte Spanne des Jahres. Für Sie heißt das praktisch: Die Phase, in der Zahlen schwanken können, ohne dass Ihre Website etwas damit zu tun hat, dauert diesmal bis zu zwei Wochen statt der zwei bis drei Tage der vorherigen Aktualisierungen.
Ein Spam-Update ist dabei nichts Außergewöhnliches. Google bessert seine Systeme laufend nach, und der Kampf gegen manipulierte Suchergebnisse gehört zum Tagesgeschäft. In Fachmedien bekommen solche Termine viel Aufmerksamkeit. Auf einer Firmenwebsite ohne die betroffenen Praktiken passiert dabei in der Regel nichts, was Sie ohne Blick in die Berichte überhaupt bemerken würden.
| Aktualisierung | Beginn | Laufzeit laut Google |
|---|---|---|
| Spam-Update März | 24. März 2026 | 19 Stunden 30 Minuten |
| Spam-Update Juni | 24. Juni 2026 | 2 Tage 1 Stunde |
| Spam-Update August | 18. August 2026 | 2 Tage 16 Stunden |
| Spam-Update September | 24. September 2026 | angekündigt bis zu zwei Wochen |
veranschlagt Google für diese Ausrollung. Die drei vorherigen Spam-Aktualisierungen des Jahres waren jeweils nach höchstens drei Tagen abgeschlossen.
Worin unterscheidet sich ein Spam-Update von einem Core-Update?
Der Unterschied ist wichtig, weil er bestimmt, ob Sie überhaupt betroffen sein können. Ein Core-Update ist nach Googles eigener Beschreibung breit angelegt und zielt nicht auf einzelne Websites. Es verändert, wie Googles Systeme Inhalte insgesamt bewerten, und kann deshalb auch Seiten treffen, an denen niemand etwas falsch gemacht hat.
Ein Spam-Update arbeitet anders. Es richtet sich gegen Praktiken, die Google in seinen Spam-Richtlinien ausdrücklich benennt, etwa massenhaft erzeugte Seiten ohne Mehrwert, gekaperte Inhalte oder gekaufte Links. Wenn auf Ihrer Website keine dieser Praktiken vorkommt, ist ein spürbarer direkter Treffer unwahrscheinlich. Bewegung in Ihren Zahlen kann trotzdem entstehen, nämlich dann, wenn sich um Sie herum etwas verschiebt und andere Seiten in den Ergebnissen steigen oder fallen.
Diese zweite Wirkung wird regelmäßig übersehen. Sie erklärt, warum eine Website Positionen gewinnen kann, ohne dass jemand daran gearbeitet hat. Wer Sichtbarkeit misst, sollte deshalb zwischen der eigenen Leistung und der Bewegung im Umfeld unterscheiden. Mehr dazu, wie sich Sichtbarkeit heute überhaupt noch messen lässt, steht in unserem Beitrag zu KI-Sichtbarkeit messen.
Welche Zahlen sagen während einer Ausrollung etwas aus?
Die belastbarste Auskunft während einer laufenden Ausrollung kommt nicht aus der Klickkurve, sondern aus dem Bericht zu manuellen Maßnahmen in der Google Search Console. Dort steht, ob ein Mensch bei Google Ihre Website oder Teile davon wegen eines Richtlinienverstoßes herabgestuft hat. Liegt nichts vor, zeigt der Bericht ein grünes Häkchen. Das ist eine klare Ja-Nein-Auskunft ohne Interpretationsspielraum, und sie ist in zwei Minuten geprüft.
Die zweite Zahl, die trägt, ist der lange Verlauf. Google empfiehlt für die Ursachensuche ausdrücklich, im Leistungsbericht den Zeitraum auf sechzehn Monate zu stellen, und der Grund dafür ist ziemlich handfest: Erst so sehen Sie, ob ein Rückgang jedes Jahr zur selben Zeit auftritt, etwa durch Ferien oder ein saisonales Geschäft. Gab es denselben Einbruch schon im Vorjahr, hat er mit dem Update nichts zu tun. Wer es bequemer mag, nimmt den Vergleich der letzten drei Monate mit dem Vorjahreszeitraum, den die Search Console direkt anbietet.
Die dritte belastbare Größe ist die durchschnittliche Position einzelner wichtiger Seiten, allerdings erst, wenn die Ausrollung abgeschlossen ist. Google rät, danach mindestens eine volle Woche abzuwarten und dann die Woche danach mit der Woche davor zu vergleichen. Alles, was Sie vorher sehen, ist ein Zwischenstand aus einem Vorgang, der noch läuft, und so sollte man es auch lesen.
| Prüfung | Wann sinnvoll | Was sie beantwortet |
|---|---|---|
| Bericht zu manuellen Maßnahmen | Sofort | Hat ein Mensch bei Google Ihre Website herabgestuft? |
| Leistungsbericht über sechzehn Monate | Sofort | Gab es denselben Rückgang im Vorjahr schon? |
| Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum | Sofort | Bewegt sich die Website gegen ihren eigenen Trend? |
| Position wichtiger Seiten, Woche gegen Woche | Eine Woche nach Abschluss | Hat sich die Bewertung dauerhaft verschoben? |
| Technikprüfung auf Erreichbarkeit und Indexierung | Sofort | Liegt es überhaupt an einem Update? |
Was können Sie in diesen Tagen getrost ignorieren?
An erster Stelle stehen kleine Positionsverschiebungen. Google schreibt dazu, dass geringe Schwankungen jederzeit auftreten können, und rät ausdrücklich davon ab, an einer Seite, die ohnehin gut läuft, radikale Änderungen vorzunehmen. Rutscht eine Seite von Platz zwei auf Platz vier, ist das also erst einmal Normalbetrieb.
Ebenfalls wenig aussagekräftig sind die jüngsten Tage im Leistungsbericht. Google weist darauf hin, dass die neuesten Daten vorläufig sein können, weil sie noch erhoben werden und sich in den folgenden Stunden ändern. Wer am Morgen den Vortag betrachtet und daraus einen Trend ableitet, misst zum Teil eine Unvollständigkeit.
Der dritte Kandidat sind Sichtbarkeitsindizes aus Drittanbieterwerkzeugen, wenn sie ohne Bezugsgröße gelesen werden. Solche Werte steigen und fallen auch dann, wenn sich nur die Zusammensetzung des gemessenen Stichwortsatzes verschiebt. Sie taugen als Hinweis darauf, dass sich etwas bewegt, nicht als Beleg dafür, dass Ihre Website schlechter geworden ist. Und schließlich: Meldungen in Fachforen über dramatische Einbrüche sagen nichts über Ihre Domain aus. Google hat für dieses Update weder Ziele noch einen betroffenen Anteil an Suchanfragen genannt.
nach Abschluss der Ausrollung empfiehlt Google mindestens abzuwarten, bevor die Auswirkungen bewertet werden.
Woran erkennen Sie, ob wirklich das Update schuld ist?
Google nennt in seiner Anleitung zu Rückgängen im Suchtraffic fünf Ursachengruppen, und ein Algorithmus-Update ist nur eine davon. Die anderen vier sind technische Fehler, Sicherheitsprobleme, manuelle Maßnahmen sowie Saisonalität und verändertes Nutzerinteresse. Die Erfahrung aus unseren Analysen deckt sich damit: Wenn eine Website plötzlich weniger Besucher hat, ist die Ursache häufiger ein technischer Fehler als eine Neubewertung durch Google.
Technische Ursachen lassen sich schnell ausschließen, deshalb gehören sie an den Anfang: ob der Server durchgehend erreichbar ist, ob die robots.txt versehentlich Bereiche blockiert, die indexiert sein sollen, und ob irgendwo ein noindex steht, das dort nicht hingehört. Ein einziges falsch gesetztes Merkmal in einer Vorlage kann hunderte Seiten aus dem Index nehmen, und in der Kurve sieht das genauso aus wie eine Abstrafung.
Aufschlussreich ist auch die Form des Rückgangs. Ein Einbruch, der alle Seitentypen gleichzeitig betrifft, deutet auf ein technisches Problem oder eine Maßnahme hin, die die ganze Domain betrifft. Verlieren dagegen nur einzelne Seitengruppen, während der Rest stabil bleibt, spricht das eher für eine veränderte Bewertung genau dieser Inhalte. Welche Hebel dann tatsächlich wirken, beschreiben wir in unserem Beitrag zu KI-SEO.
| Ursache | Typisches Bild | Erster Prüfschritt |
|---|---|---|
| Technischer Fehler | Plötzlicher Absturz über alle Seitentypen | Erreichbarkeit, robots.txt und Indexierung prüfen |
| Sicherheitsproblem | Warnhinweise vor dem Seitenaufruf | Sicherheitsbericht in der Search Console |
| Manuelle Maßnahme | Betroffener Bereich verschwindet weitgehend | Bericht zu manuellen Maßnahmen |
| Algorithmus-Update | Verschiebung einzelner Seitengruppen | Zeitpunkt gegen das Status-Dashboard halten |
| Saisonalität | Gleiches Muster wie im Vorjahr | Zeitraum auf sechzehn Monate stellen |
Welche Spam-Richtlinien treffen Firmenwebsites wirklich?
Die meisten der von Google aufgeführten Richtlinien beschreiben Praktiken, die auf einer normalen Unternehmensseite nicht vorkommen, etwa versteckte Weiterleitungen oder Schadsoftware. Drei Punkte sind für Firmenwebsites trotzdem relevant, und zwar meist ohne böse Absicht.
Der erste ist der skalierte Missbrauch von Inhalten. Google beschreibt darunter das massenhafte Erzeugen von Seiten, deren Hauptzweck die Beeinflussung von Rankings ist und die Lesern wenig bis nichts bieten. Ausdrücklich genannt wird dabei der Einsatz von KI-Werkzeugen, um viele Seiten ohne Mehrwert zu erzeugen. Praktisch trifft das Standortseiten nach Schema F, automatisch erzeugte Kombinationen aus Leistung und Ort oder importierte Herstellertexte über hunderte Produktseiten hinweg.
Der zweite Punkt betrifft fremde Inhalte auf der eigenen Domain. Googles Richtlinie zur Reputation einer Website greift nur dann, wenn Drittinhalte vor allem deshalb dort veröffentlicht werden, weil die Gastgeberseite bereits gut rankt. Google nennt ausdrücklich Gegenbeispiele, die nicht unter die Richtlinie fallen: Pressemitteilungsdienste, syndizierte Nachrichten, Foren und Kommentarbereiche sowie Kolumnen und Meinungsbeiträge. Ein Gastbeitrag im eigenen Blog ist also nicht per se ein Problem. Und für Suchende im Europäischen Wirtschaftsraum hat Google die Durchsetzung dieser Richtlinie seit Ende August 2026 geändert: Eine manuelle Maßnahme wirkt sich dort nicht aus, der betroffene Bereich kann stattdessen im System abgetrennt werden und rankt mit der Zeit unabhängig vom Rest der Website.
Der dritte Punkt ist nutzergenerierter Spam, von dem Betreiber laut Google oft gar nichts wissen. Gemeint sind vor allem zugemüllte Kommentarbereiche und Foren, dazu offene Uploadbereiche. Wer ein Blog mit offener Kommentarfunktion betreibt und selten hineinschaut, hat hier den wahrscheinlichsten Fund.
- 01
Skalierter Missbrauch von Inhalten
Häufig ohne AbsichtMassenhaft erzeugte Seiten ohne eigenen Wert, etwa Ortsseiten nach Muster oder übernommene Herstellertexte.
- 02
Missbrauch der Reputation
Selten, oft missverstandenGreift nur, wenn Drittinhalte vor allem wegen der Ranking-Signale der Gastgeberseite dort stehen. Gastbeiträge und Kommentare sind ausgenommen.
- 03
Nutzergenerierter Spam
Wahrscheinlichster FundZugemüllte Kommentare, Foren und Uploadbereiche. Betreiber bemerken es meist nicht von selbst.
Wie prüfen Sie maschinell erzeugte Seitentexte?
Zuerst die Entwarnung, weil dieser Punkt regelmäßig falsch dargestellt wird. Google verbietet KI-Texte nicht. In der eigenen Stellungnahme heißt es, angemessener Einsatz von KI oder Automatisierung verstoße nicht gegen die Richtlinien. Zum Verstoß wird der Einsatz erst dann, wenn Inhalte mit dem vorrangigen Zweck erzeugt werden, Rankings zu beeinflussen. Ebenso deutlich schreibt Google, dass KI-Inhalte keinen Bonus bekommen: Es sei einfach Inhalt, der nützlich sein müsse wie jeder andere auch.
Für die Prüfung Ihrer eigenen Seiten ist damit eine einzige Frage entscheidend, und sie lautet nicht, womit ein Text geschrieben wurde. Sie lautet, ob ein Leser auf dieser Seite etwas findet, das er woanders nicht bekommt. Google schlägt dafür drei Leitfragen vor: Wer hat den Inhalt erstellt, wie ist er entstanden, und warum gibt es ihn. Ein Text, der auf alle drei Fragen eine ehrliche Antwort erlaubt, ist unabhängig vom Werkzeug auf der sicheren Seite.
Konkret schauen wir in Kundenprojekten auf drei Dinge. Zuerst auf die Menge, also darauf, ob in kurzer Zeit viele ähnliche Seiten entstanden sind, die sich nur in wenigen Wörtern unterscheiden. Dann auf die Substanz: Steht auf der Seite etwas, das aus eigener Erfahrung, eigenen Zahlen oder eigenen Fällen stammt? Und schließlich auf die Belege, denn Zahlen und Daten brauchen eine Quelle und sollten auch noch stimmen, was für jede andere Behauptung genauso gilt. Genau diese Punkte beschreibt Google unter dem Stichwort Erfahrung und Vertrauenswürdigkeit, nachzulesen in unserem Beitrag zu E-E-A-T.
Zur Kennzeichnung äußert sich Google zurückhaltend, aber klar: Hinweise auf KI oder Automatisierung seien dort sinnvoll, wo sich jemand fragen könnte, wie ein Inhalt entstanden ist. Eine KI als Autor im Impressum eines Beitrags zu führen, hält Google dagegen nicht für den richtigen Weg. Wer in Europa arbeitet, sollte diese Frage ohnehin getrennt betrachten, denn dort gelten eigene Transparenzpflichten, die wir unter Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte beschreiben.
Wo stößt die Einordnung an ihre Grenzen?
Die wichtigste Grenze ist die Auskunftslage. Google hat zu dieser Aktualisierung keine Ziele genannt, keine betroffenen Branchen und keinen Anteil an Suchanfragen. Jede Aussage darüber, worauf dieses Update angeblich abzielt, ist deshalb eine Vermutung, auch wenn sie in Fachmedien selbstbewusst formuliert wird. Belegt sind der Zeitraum und die Richtlinien, und viel mehr weiß im Moment niemand, der nicht bei Google arbeitet.
Die zweite Grenze betrifft die Geschwindigkeit. Google schreibt, dass Verbesserungen an einer Website in wenigen Tagen wirken können, aber auch mehrere Monate brauchen können. Wer nach einem Rückgang aufräumt, sollte also nicht damit rechnen, das Ergebnis in der Folgewoche zu sehen. Wurde eine manuelle Maßnahme verhängt und beheben Sie die Ursache, dauert die erneute Überprüfung nach Googles Angabe mehrere Tage bis Wochen, und bei Linkthemen kann es noch länger dauern.
Die dritte Grenze ist grundsätzlicher, und sie betrifft weniger dieses Update als die Frage, wie Menschen heute Anbieter finden: Die Suche ist längst nicht mehr der einzige Weg dorthin. Wer nur Google-Positionen beobachtet, übersieht, was in KI-Antworten über das eigene Unternehmen gesagt wird. Wie Sie das messen, steht unter KI-Sichtbarkeit messen, und wie KI-Systeme überhaupt an Ihre Inhalte kommen, unter KI-Crawler und robots.txt. Wenn Ihr Team solche Prüfungen selbst übernehmen soll, zeigen wir das in unserer KI-Schulung.
Häufige Fragen
Gibt es ein neues Google Spam Update?
Ja, seit dem 24. September 2026. Die Aktualisierung gilt weltweit und für alle Sprachen, und die Ausrollung kann nach Googles Angabe bis zu zwei Wochen dauern. Es ist übrigens schon die vierte bestätigte Spam-Aktualisierung in diesem Jahr.
Woher weiß ich, ob meine Website betroffen ist?
Am schnellsten über den Bericht zu manuellen Maßnahmen in der Google Search Console: Zeigt er ein grünes Häkchen, hat kein Mensch bei Google eine Maßnahme gegen Ihre Website verhängt. Ob der Algorithmus etwas verändert hat, sehen Sie erst später, wenn Sie eine Woche nach Abschluss der Ausrollung die Woche danach mit der Woche davor vergleichen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Spam-Update und einem Core-Update?
Vereinfacht gesagt verändert ein Core-Update, wie Google Inhalte insgesamt bewertet; es ist nach Googles Beschreibung breit angelegt und zielt nicht auf einzelne Websites. Ein Spam-Update geht dagegen gegen Praktiken vor, die Google in seinen Spam-Richtlinien benennt.
Sind KI-Texte auf meiner Website ein Risiko?
Nicht grundsätzlich. Google schreibt, angemessener Einsatz von KI verstoße nicht gegen die Richtlinien. Heikel wird es erst, wenn Inhalte vor allem deshalb erzeugt werden, um Rankings zu beeinflussen, etwa als viele Seiten, die Lesern keinen Mehrwert bieten.
Wie lange dauert es, bis sich eine Website erholt?
Das lässt sich leider nicht vorhersagen, auch Google nennt keine feste Dauer. In der eigenen Dokumentation heißt es nur, Änderungen könnten in wenigen Tagen wirken oder auch mehrere Monate brauchen. Nach einer behobenen manuellen Maßnahme dauert allein die erneute Überprüfung mehrere Tage bis Wochen.
Soll ich während der Ausrollung Änderungen an meiner Website vornehmen?
Bei kleinen Schwankungen lieber nicht, Google rät ausdrücklich davon ab, Seiten, die gut laufen, radikal zu ändern. Was in der Zeit sinnvoll ist, sind Prüfungen statt Umbauten, also ein Blick auf manuelle Maßnahmen, Technik und Indexierung und dazu auf den langen Verlauf Ihrer Zahlen.
Zählen Gastbeiträge auf meiner Website als Verstoß?
Nur in einem engen Fall, nämlich wenn Drittinhalte vor allem deshalb auf Ihrer Website stehen, weil sie bereits gut rankt. Dann greift die Richtlinie zur Reputation einer Website. Foren, Kommentarbereiche, Kolumnen und Meinungsbeiträge führt Google ausdrücklich als Gegenbeispiele auf.
So gehen Sie die nächsten Tage an
- 01
Manuelle Maßnahmen prüfen
Öffnen Sie den Bericht in der Google Search Console. Das dauert zwei Minuten, und die Antwort dort ist eindeutig.
- 02
Technik ausschließen
Bevor Sie einen Rückgang dem Update zuschreiben, sollten Erreichbarkeit, robots.txt und Indexierung geprüft sein, weil technische Fehler in der Kurve genauso aussehen.
- 03
Langen Verlauf ansehen
Stellen Sie den Leistungsbericht auf sechzehn Monate und legen Sie das Vorjahr daneben. Was sich jedes Jahr wiederholt, ist Saison und kein Update.
- 04
Erst nach Abschluss bewerten
Frühestens eine Woche nach dem Ende der Ausrollung lohnt der Vergleich Woche gegen Woche; was Sie davor sehen, sind Zwischenstände.
Die meisten Websites brauchen nach einem Spam-Update keine Rettung. Sie brauchen etwas Geduld und einen kurzen Blick in die richtigen Berichte, denn wer in dieser Zeit umbaut, hält leicht Rauschen für einen Befund.
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