Blog · Gemini 4 Argon · 08.10.2026
Blog
Gemini 4 Argon

Gemini 4 Argon:Für welche Arbeitsich das Modell lohnt

Google richtet sein neues Spitzenmodell auf Recht, Finanzen, Steuern und Softwareentwicklung aus. Was davon belegt ist, wer es bekommt und wie Sie die Kosten rechnen, bevor der Einführungspreis ausläuft.

Direkt zur Anfrage
Anfrage
Nikolai Schöbel und Jeremias Burger, Co-Founder Scalableloops

Sprechen wir über Ihr Projekt.

Erst prüfen wir, ob das Vorhaben zu Ihrem Geschäftsmodell passt. Dann folgt ein Vorschlag mit Phasen und Aufwand.

Modellwahl und Kosten prüfen lassen oder anrufen: +49 151 1576 5566
Blog · Gemini 4 Argon

Gemini 4 Argon ist Googles neues Spitzenmodell, angekündigt am 30. September 2026, und es ist für lange, mehrstufige Arbeitsabläufe gebaut: Softwareentwicklung, Wissensarbeit in Recht und Finanzen sowie Abwehr von Angriffen auf die eigene IT. Nutzen kann es heute noch fast niemand, denn Google gibt es zuerst an ausgewählte Sicherheitsfachleute im Fairwind-Programm, danach an zahlende API-Kunden und Abonnenten von Google AI Ultra. Ein Datum für die allgemeine Verfügbarkeit nennt Google nicht, und in der offiziellen Preisliste der Gemini-API stand das Modell am 8. Oktober 2026 noch gar nicht. Der Einführungspreis liegt bei zwei US-Dollar je Million Eingabe-Token und zehn US-Dollar je Million Ausgabe-Token, danach verdoppelt er sich auf vier und zwanzig US-Dollar. Für die Planung heißt das: Wer heute rechnet, sollte mit dem späteren Preis rechnen, nicht mit dem Einstiegsangebot.

In Kürze
  • Argon ist ein Modell für lange Aufgaben am Stück. Google hat das Ausgabe-Limit auf eine Million Token gehoben, vorher waren es 64.000.
  • Die Reihenfolge der Freigabe steht fest, der Zeitpunkt nicht: erst Sicherheitsfachleute im Fairwind-Programm, dann zahlende API-Kunden und Google AI Ultra, dann alle anderen.
  • Der Preis verdoppelt sich nach der Einführungsphase. Wie lange die läuft, hat Google nicht veröffentlicht.
  • Auf dem Vals Index für wirtschaftlich relevante Wissensarbeit liegt Argon mit 68,9 Prozent vorn. Auf dem Rechts-Benchmark von Harvey erreicht derselbe Spitzenwert nur 19,6 Prozent.
Veröffentlicht 08.10.2026Nikolai Schöbel und Jeremias BurgerLesezeit 9 min
Nikolai SchöbelJeremias Burger

Nikolai Schöbel und Jeremias Burger

Co-Founder der Scalableloops GmbH. Nikolai Schöbel verantwortet Online-Marketing und KI-Strategie, Jeremias Burger die KI-Architektur. Beide bauen und schulen KI-Systeme im eigenen Agenturalltag.

Auf dieser Seite
  1. Was ist Gemini 4 Argon?
  2. Wie steht es um die Verfügbarkeit von Gemini 4 Argon?
  3. Was kostet Gemini 4 Argon, und wann steigt der Preis?
  4. Für welche Aufgaben die Benchmarks von Gemini 4 Argon sprechen
  5. Ein Spitzenplatz von Gemini 4 Argon ersetzt keine Fachprüfung
  6. Lohnt sich ein Wechsel des KI-Modells für Ihr Unternehmen?
  7. Diese Punkte klären Sie, bevor Sie die Gemini 4 Argon API nutzen
  8. Häufige Fragen
  9. So rechnen Sie die Kosten von Gemini 4 Argon durch
  10. Woher die Angaben auf dieser Seite stammen
Grundlagen

Was ist Gemini 4 Argon?

Gemini 4 Argon ist das erste Modell der vierten Gemini-Generation und von Google ausdrücklich für Aufgaben gebaut, die sich über viele Schritte ziehen. Die Ankündigung vom 30. September 2026 nennt drei Felder: Softwareentwicklung an echtem Code, Wissensarbeit in Unternehmen wie Recht und Finanzen, und die Abwehr von Angriffen auf die eigene IT. Geschrieben hat sie Koray Kavukcuoglu, der bei Google DeepMind die Modellentwicklung verantwortet.

Die eine technische Zahl, die den Unterschied zu den Vorgängern trägt, betrifft die Ausgabeseite. Argon darf in einer einzigen Antwort bis zu eine Million Token erzeugen, vorher waren bei Gemini 64.000 die Grenze. Das klingt nach einer Randnotiz, ist aber der Kern des Modells: Erst wenn genug Platz für Zwischenschritte da ist, kann ein Modell eine große Aufgabe am Stück durchdenken, statt sie in Häppchen zu zerlegen, bei denen jedes Mal Zusammenhang verloren geht.

Wofür Google das selbst einsetzt, steht in der Ankündigung recht konkret. Argon-Agenten übersetzen bei Google C- und C++-Code nach Rust, beim Videodecoder libgav1 haben sie 32.000 Zeilen handoptimierten Code ersetzt, und das Ergebnis läuft laut Google 2,7-mal schneller als die vorherige Rust-Fassung bei gleicher Bildausgabe. Ein anderes Team hat über 300 Terabyte Arbeitsspeicher in Googles Rechenzentren freigeräumt. Das sind Googles eigene Angaben über Googles eigene Systeme, und unabhängig nachgeprüft hat sie bisher niemand.

1 Mio.

Token darf Argon in einer einzigen Antwort erzeugen, vorher waren es 64.000. Dafür ist das Modell gebaut, und daran hängt der Preis.

Google, Ankündigung vom 30.09.2026
Verfügbarkeit

Wie steht es um die Verfügbarkeit von Gemini 4 Argon?

Die Verfügbarkeit von Gemini 4 Argon ist für die meisten Unternehmen schnell erklärt: noch nicht. Google gibt Argon in Stufen frei, und die erste Stufe ist eng gezogen. Sie umfasst ausgewählte Fachleute für IT-Sicherheit im sogenannten Fairwind-Programm, die das Modell ohne die üblichen Sperren für Sicherheitsthemen bekommen, damit sie Schwachstellen in Software suchen können. Erst danach folgen zahlende Kunden der Gemini-API und Abonnenten von Google AI Ultra, und zuletzt Entwickler, Unternehmen und Privatnutzer.

Ein Datum für diese späteren Stufen gibt es nicht, und eine Warteliste für alle anderen auch nicht. Google schreibt, man sammle erst Rückmeldungen der frühen Tester und arbeite an den Schutzmechanismen, bevor man breiter freigebe; parallel läuft das Modell durch ein freiwilliges Verfahren der US-Regierung für Zugang zu noch unveröffentlichten Modellen. Wir haben am 8. Oktober 2026 in der offiziellen Preisliste der Gemini-API nachgesehen, und dort war Argon nicht aufgeführt, während Gemini 3.8 Flash und Gemini 3.1 Pro dort ganz normal stehen.

Besonders relevant für den deutschen Mittelstand ist eine Lücke, die uns in der Ankündigung aufgefallen ist: Zu Regionen sagt Google nichts. Es gibt keine Angabe, ob und wann das Modell in der EU angeboten wird, und ohne diese Angabe lässt sich auch nicht beurteilen, wo die Verarbeitung stattfindet. Wer Argon für Verträge oder Steuerunterlagen einsetzen will, braucht genau diese Information vorher, nicht nachher.

StufeWerStand am 08.10.2026
Erste FreigabeAusgewählte IT-Sicherheitsfachleute im Fairwind-ProgrammLäuft, ohne Sperren für Sicherheitsthemen
Zweite FreigabeZahlende API-Kunden und Abonnenten von Google AI UltraAngekündigt, kein Datum
Dritte FreigabeEntwickler, Unternehmen, PrivatnutzerAngekündigt, kein Datum
Gemini-AppAlle Nutzer der Verbraucher-AppNicht auswählbar
Offizielle API-PreislisteEntwicklerModell dort nicht aufgeführt (eigene Abfrage)
Kosten

Was kostet Gemini 4 Argon, und wann steigt der Preis?

Google nennt für Gemini 4 Argon zwei Preise, und der zweite steht in einer Fußnote. Zum Start kostet eine Million Eingabe-Token zwei US-Dollar und eine Million Ausgabe-Token zehn US-Dollar. Nach Ablauf der Einführungsphase gelten vier beziehungsweise zwanzig US-Dollar, also genau das Doppelte. Wie lange die Einführungsphase läuft, hat Google nicht veröffentlicht, und solange das offen ist, halten wir es für die sicherere Annahme, von Anfang an mit dem höheren Preis zu rechnen.

Wichtiger als die Verdoppelung ist aber, wo die Kosten überhaupt entstehen. Ausgabe-Token kosten das Fünffache der Eingabe-Token, und Argon ist das Modell, das besonders lange Ausgaben erzeugen soll. Beides zusammen bedeutet: Das teuerste Merkmal ist genau das, wofür Sie das Modell nehmen würden. Rechnen Sie ein Beispiel mit zehn Millionen Eingabe- und sechs Millionen Ausgabe-Token im Monat (etwa 200 längere Agentenläufe), dann liegen Sie bei achtzig US-Dollar zum Einführungspreis und bei hundertsechzig danach. Drei Viertel davon entstehen auf der Ausgabeseite.

Daran scheitert auch der naheliegende Spartrick. Google gibt auf zwischengespeicherte Eingabe-Token 95 Prozent Rabatt, eine Million kostet dann zehn statt zwei US-Cent. Das ist ein guter Hebel, wenn Sie denselben langen Kontext immer wieder schicken, etwa ein Handbuch oder einen Vertragsbestand. Nur greift dieser Rabatt am kleineren Viertel der Rechnung. Wenn in unserem Beispiel die Hälfte der Eingabe aus dem Zwischenspeicher kommt, sinken die achtzig US-Dollar auf etwa siebzig.

Und dann gibt es noch die Zahl, die in die andere Richtung zeigt. Die Testplattform Vals AI rechnet pro Durchlauf ihres Wissensarbeits-Index ab und weist für Argon 15,68 US-Dollar aus, bei schon angesetztem Spätpreis. Die Vergleichsmodelle liegen dort höher, zwischen 21,34 und 32,14 US-Dollar (abgerufen am 8. Oktober 2026). Ein hoher Token-Preis ergibt also nicht zwangsläufig eine hohe Rechnung, wenn das Modell für dieselbe Aufgabe weniger Token braucht. Was das für Ihren Fall bedeutet, zeigt erst ein eigener Vergleichslauf mit Ihren Aufgaben.

PostenEinführungspreisNach der Einführungsphase
Eingabe, je Million Token2,00 US-Dollar4,00 US-Dollar
Ausgabe, je Million Token10,00 US-Dollar20,00 US-Dollar
Eingabe aus dem Zwischenspeicher0,10 US-Dollar0,20 US-Dollar
Beispielmonat: 10 Mio. Eingabe, 6 Mio. Ausgabe80 US-Dollar160 US-Dollar
Davon Ausgabeseite60 US-Dollar120 US-Dollar
Derselbe Monat mit Gemini 3.8 Flash30 US-Dollar30 US-Dollar
× 2

so viel kostet Argon nach der Einführungsphase. Ein Enddatum für den Einstiegspreis hat Google nicht genannt.

Google, Fußnote der Ankündigung
Eignung

Für welche Aufgaben die Benchmarks von Gemini 4 Argon sprechen

Die Benchmarks, die Google und unabhängige Plattformen für Gemini 4 Argon veröffentlichen, zeigen ein klares Muster. Am stärksten ist Argon dort, wo eine Aufgabe über viele Schritte läuft und am Ende ein prüfbares Ergebnis steht. Auf DeepSWE v1.1, das Arbeit an echten Software-Projekten misst, erreicht das Modell 77,9 Prozent gegenüber 74,2 bei Claude Opus 5.5 und 74,1 bei GPT-6 Astra. Auf AutomationBench von Zapier, das ganze Abläufe quer durch betriebliche Funktionen prüft, liegt es mit 51,3 Prozent vorn.

Für Wissensarbeit ist der Vals Index der interessanteste Maßstab, weil er Finanzen, Recht, Steuern und Programmierung danach gewichtet, welchen Anteil diese Bereiche an der US-Wirtschaftsleistung haben. Dort führt Argon mit 68,9 Prozent, der nächstbeste Wert liegt bei 67,0. Das ist ein Vorsprung, aber ein knapper, und bei den Einzeldisziplinen fällt die Rangfolge auseinander: Beim Finanz-Agenten steht Argon laut der Plattform auf Platz eins, beim Steuer-Benchmark auf Platz zwei, bei der Rechtsrecherche nur auf Platz vier von 75 geprüften Modellen.

Ein zweiter Bereich fällt aus dem üblichen Raster. Google hat Argon darauf trainiert, Sicherheitslücken in Software selbständig zu finden, zu bestätigen und zu schließen, und gibt es den Fachleuten im Fairwind-Programm ohne die sonst üblichen Sperren. Der Sicherheitsanbieter Wiz hat damit nach Googles Darstellung eine kritische Lücke in Krankenhaus-Software gefunden, die frühere Modelle übersehen hatten. Auf dem Prüfstand CWE-bench v1 liegt Argon mit 68 Prozent gleichauf mit GPT-6 Astra, also nicht vorn, sondern gleich stark.

PrüfstandWas gemessen wirdArgonBester Vergleichswert
DeepSWE v1.1Arbeit an echten Software-Projekten77,9 %74,2 %
Vals IndexWissensarbeit, nach Wirtschaftsanteil gewichtet68,9 %67,0 %
AutomationBenchAbläufe quer durch betriebliche Funktionen51,3 %42,5 %
LVBenchVerstehen langer Videos91,7 %87,5 %
CWE-bench v1Sicherheitslücken schließen68,0 %68,0 %
Harvey Legal AgentJuristische Recherche und Entwürfe19,6 %5,4 %
Grenzen

Ein Spitzenplatz von Gemini 4 Argon ersetzt keine Fachprüfung

Die aufschlussreichste Zeile in den Benchmarks von Gemini 4 Argon ist die letzte. Auf dem Rechts-Benchmark von Harvey, der juristische Recherche und Entwürfe prüft, erreicht Argon 19,6 Prozent. Das ist der höchste Wert im Feld, mit großem Abstand zu den 5,4 Prozent von GPT-6 Astra. Es heißt aber auch, dass das führende Modell vier von fünf Aufgaben nicht löst. Google nennt Recht ausdrücklich als Einsatzgebiet, und genau dort steht der Spitzenwert bei unter zwanzig Prozent. Beides stimmt gleichzeitig, und wer nur die Rangliste liest, nimmt die falsche Hälfte mit.

Daraus folgt für die Praxis eine ziemlich unspektakuläre Konsequenz. Ein Modell, das auf einem Fach-Prüfstand so abschneidet, ersetzt in diesem Fach niemanden, sondern liefert einen Rohentwurf, den eine fachlich zuständige Person prüft. Das gilt für Vertragsentwürfe genauso wie für die Steuerauskunft, und es gilt unabhängig davon, wie gut die Zahlen in der Pressemitteilung aussehen.

Bei den technischen Angaben lohnt ebenfalls ein zweiter Blick. Google nennt eine Million Ausgabe-Token, die Plattform Vals AI führt in ihrem Steckbrief zum selben Modell 262.000 (abgerufen am 8. Oktober 2026). Welcher Wert in Ihrem Zugang gilt, zeigt am Ende nur Ihr eigenes Konto. Wir würden eine Zahl aus einer Ankündigung nicht zur Grundlage einer Planung machen, ohne sie einmal selbst abgefragt zu haben; bei fremden Angaben über Grenzwerte sind Abweichungen eher die Regel als die Ausnahme.

Und schließlich sind die beeindruckendsten Beispiele aus der Ankündigung Googles eigene. Der 2,7-mal schnellere Videodecoder, die freigeräumten 300 Terabyte, die Migration des Fuchsia-Kernels: Das alles hat Google an Googles eigenem Code gemessen, mit Googles eigenen Fachleuten daneben. Wie sich das Modell in einem Betrieb mit gewachsener Software und ohne eigenes Entwicklerteam verhält, steht dort nicht.

Entscheidung

Lohnt sich ein Wechsel des KI-Modells für Ihr Unternehmen?

Ein Wechsel des KI-Modells lässt sich heute ohnehin nicht umsetzen, solange der Zugang zu Argon fehlt. Was Sie jetzt tun können, ist die Entscheidung vorzubereiten, damit Sie nicht erst anfangen zu rechnen, wenn die Freigabe kommt. Die nützlichste Vorarbeit ist dabei nicht das Lesen von Benchmark-Tabellen, sondern das Festhalten von drei eigenen Zahlen: Wie viele Eingabe- und Ausgabe-Token verbraucht Ihr heutiges Modell im Monat, was zahlen Sie dafür, und an welchen Aufgaben scheitert es.

Die dritte Zahl entscheidet mehr als die ersten beiden. Argon spielt seine Stärke bei Aufgaben aus, die lang sind und viele Schritte brauchen. Wenn Ihre Anwendungsfälle kurze Antworten sind, Produkttexte etwa, Mail-Entwürfe oder Zusammenfassungen, dann bezahlen Sie bei Argon ein Merkmal, das Sie nicht nutzen: Gemini 3.8 Flash kostet laut der offiziellen Preisliste 0,75 US-Dollar je Million Eingabe- und 3,75 je Million Ausgabe-Token (abgerufen am 8. Oktober 2026, mit angekündigter Erhöhung auf 1,50 zum 1. Januar 2027). In unserem Beispielmonat sind das dreißig statt hundertsechzig US-Dollar.

  1. 01

    Softwareentwicklung mit eigenem Team

    Vormerken und testen

    Hier sind die Messwerte am belastbarsten und der Nutzen am ehesten nachweisbar. Legen Sie zwei bis drei echte Aufgaben als Vergleichslauf bereit, damit Sie am Tag der Freigabe messen können statt zu schätzen.

  2. 02

    Finanzen und Steuern im Controlling

    Prüfen lohnt sich

    Starke Werte bei mehrstufiger Recherche und bei der Auswertung von Tabellen und Dokumenten. Die Freigabe durch eine fachlich zuständige Person bleibt Teil des Ablaufs, nicht die Ausnahme.

  3. 03

    Recht und Vertragswesen

    Vorsichtig herangehen

    Argon führt das Feld an, löst auf dem Fach-Prüfstand aber vier von fünf Aufgaben nicht. Taugt für Rohentwürfe und Vorsortierung, nicht für fertige Dokumente.

  4. 04

    Kurze Texte und Zusammenfassungen

    Kein Grund zu wechseln

    Das lange Ausgabefenster ist hier wirkungslos, der höhere Preis bleibt. Ein kleineres Modell erledigt dieselbe Arbeit für einen Bruchteil.

Vorbereitung

Diese Punkte klären Sie, bevor Sie die Gemini 4 Argon API nutzen

Rund um die Gemini 4 Argon API sind derzeit drei Punkte offen, und alle drei betreffen eher den Rahmen als das Modell selbst (Stand 8. Oktober 2026). Erstens die Region: Google hat nicht veröffentlicht, ob und wann Argon in der EU angeboten wird und wo die Verarbeitung stattfindet. Zweitens der Vertrag: Für personenbezogene Daten brauchen Sie eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung, und die hängt am genutzten Zugang, nicht am Modellnamen. Drittens der Preis: Ohne Enddatum der Einführungsphase ist die Verdoppelung ein Termin ohne Datum, und solche Termine fallen gern in Monate, in denen man nicht damit rechnet.

Eine vierte Sache ist kein offener Punkt, sondern eine Erfahrung. Modellnamen und Preise sind Werte, die ein anderer setzt und jederzeit ändert, und sie stehen in jeder Anwendung meist an mehreren Stellen. Wer sie an einer einzigen Stelle führt, tauscht ein Modell in Minuten und nicht in Tagen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, bis zum ersten Mal ein Modell abgekündigt wird.

Wenn Sie das Thema breiter angehen wollen: Wie sich Ausgaben für KI-Modelle systematisch senken lassen, haben wir unter KI-Kosten senken aufgeschrieben, und was KI-Agenten heute wirklich erledigen, steht unter KI-Agenten mit Computer-Zugriff. Wer die Einordnung solcher Ankündigungen im eigenen Team übernehmen will, lernt das in unserer KI-Schulung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Ist Gemini 4 Argon schon verfügbar, und was ist das Fairwind Program?

Allgemein verfügbar ist es nicht. Google hat das Modell am 30. September 2026 angekündigt und gibt es zuerst an ausgewählte IT-Sicherheitsfachleute im Fairwind Program, also dem Kreis von Verteidigern, die es ohne die sonst üblichen Sperren für Sicherheitsthemen erhalten. Danach folgen zahlende API-Kunden und Abonnenten von Google AI Ultra, ein Datum dafür gibt es nicht. In der offiziellen Preisliste der Gemini-API war das Modell am 8. Oktober 2026 nicht aufgeführt.

Was kostet Gemini 4 Argon?

Zum Start zwei US-Dollar je Million Eingabe-Token und zehn US-Dollar je Million Ausgabe-Token. Nach der Einführungsphase gelten vier und zwanzig US-Dollar. Zwischengespeicherte Eingabe-Token kosten 95 Prozent weniger. Wie lange der Einstiegspreis gilt, hat Google offengelassen.

Bekomme ich Gemini 4 Argon mit Google AI Ultra oder in der Gemini-App?

Abonnenten von Google AI Ultra stehen auf der zweiten Freigabestufe, zusammen mit zahlenden API-Kunden, ein Termin dafür ist aber nicht genannt. In der Verbraucher-App lässt sich das Modell nicht auswählen, und eine Warteliste für Privatnutzer gibt es nicht. Organisationen, die für den frühen Zugang in Frage kommen, können sich bewerben.

Wofür eignet sich Argon am besten?

Für Aufgaben, die über viele Schritte laufen: Arbeit an echtem Code, mehrstufige Recherche in Finanzen und Steuern, Auswertung längerer Dokumente und Videos sowie das Suchen und Schließen von Sicherheitslücken. Für kurze Antworten ist es die teurere Wahl ohne Mehrwert.

Wie viele Token verarbeitet und erzeugt Gemini 4 Argon?

Die Million bezieht sich bei Googles Angabe auf die Ausgabe, nicht auf die Eingabe. Das Modell darf in einer Antwort bis zu eine Million Token erzeugen, vorher waren 64.000 die Grenze. Zu beachten ist, dass die Testplattform Vals AI für dasselbe Modell 262.000 Ausgabe-Token führt, weshalb Sie den Wert für Ihren Zugang selbst abfragen sollten.

Ist Argon in der EU nutzbar und DSGVO-konform?

Dazu liegt nichts Belastbares vor. Google hat zu Argon keine Regionen veröffentlicht, also auch nicht, wo die Verarbeitung stattfindet. Ob der Einsatz für personenbezogene Daten zulässig ist, hängt am konkreten Zugang samt Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung und lässt sich vor der Freigabe nicht beurteilen.

Soll ich vom aktuellen Anbieter wechseln?

Heute geht das nicht, weil der Zugang fehlt. Sinnvoll ist, die Entscheidung vorzubereiten: Verbrauch und Kosten des heutigen Modells festhalten, zwei bis drei echte Aufgaben als Vergleichslauf bereitlegen und mit dem späteren Preis rechnen, nicht mit dem Einstiegsangebot.

Was jetzt

So rechnen Sie die Kosten von Gemini 4 Argon durch

  1. 01

    Eigenen Verbrauch messen

    Halten Sie fest, wie viele Eingabe- und Ausgabe-Token Ihr heutiges Modell im Monat verbraucht und was Sie dafür zahlen. Ohne diese beiden Zahlen ist jeder Preisvergleich eine Schätzung.

  2. 02

    Mit dem späteren Preis rechnen

    Setzen Sie vier und zwanzig US-Dollar je Million Token an, nicht zwei und zehn. Rechnen Sie die Ausgabeseite getrennt aus, dort entstehen bei langen Antworten rund drei Viertel der Kosten.

  3. 03

    Vergleichslauf vorbereiten

    Legen Sie zwei bis drei echte Aufgaben aus Ihrem Betrieb bereit, samt dem Ergebnis, das Sie erwarten. Am Tag der Freigabe messen Sie damit in einer Stunde, was sonst Wochen Bauchgefühl bleibt.

  4. 04

    Modellnamen an eine Stelle legen

    Prüfen Sie, an wie vielen Stellen in Ihren Anwendungen ein Modellname steht. Wo er einmal steht, kostet ein Wechsel Minuten, und eine Abkündigung trifft Sie nicht unvorbereitet.

Die interessantere Zahl steht nicht in der Rangliste, sondern in der Fußnote: Der Preis verdoppelt sich, ohne dass ein Datum dafür genannt ist. Wer heute plant, plant mit dem höheren Wert.

oder anrufen: +49 151 1576 5566

Weiterlesen

Projekt-Detail

    Eigenes Projekt im Kopf?

    Wir antworten persönlich. Erst Use-Case-Prüfung, dann Architektur-Vorschlag.

    Eigene Anfrage starten