Referenz · MedicPlace · 26.09.2026
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MedicPlace

MedicPlace:Ein Dach für die Arbeitrund um die Praxis

Ärzte arbeiten heute mit vielen getrennten Programmen für Vermittlung, Abrechnung, Fortbildung und Karriere. MedicPlace soll diese Bereiche unter einem Dach zusammenführen. Die Plattform ist im Aufbau; zwei Module laufen bereits. Hier lesen Sie, was geplant ist, wo KI dabei hilft und welche Regeln für Software im Gesundheitswesen gelten.

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Referenz · MedicPlace

MedicPlace ist eine Plattform im Aufbau, die Arbeitsbereiche von Ärzten unter einem Dach bündeln soll: Vermittlung, Fortbildung, Abrechnung und Karriere. Geplant sind acht Module, von denen zwei bereits live sind: die Dienstvermittlung MeinDienstarzt und das Videogespräch mit Dokumentation JourF'x. Die übrigen sechs Module entstehen noch. Scalableloops begleitet das Projekt bei der KI-Umsetzung.

In Kürze
  • MedicPlace ist als Dach für acht Module geplant, zwei davon sind live, sechs im Aufbau.
  • Das Ziel: weniger Wechsel zwischen einzelnen Programmen und Dienste, die über alle Module gemeinsam genutzt werden.
  • Gesundheitsdaten sind nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt, dazu kommt die ärztliche Schweigepflicht nach § 203 StGB.
  • Die Plattform soll auf die KI-Verordnung der EU ausgerichtet sein, deren Pflichten schrittweise gelten.
Veröffentlicht 26.09.2026Nikolai Schöbel und Jeremias BurgerLesezeit 7 min
Nikolai SchöbelJeremias Burger

Nikolai Schöbel und Jeremias Burger

Co-Founder der Scalableloops GmbH. Nikolai Schöbel verantwortet Online-Marketing und KI-Strategie, Jeremias Burger die KI-Architektur. Beide bauen und schulen KI-Systeme im eigenen Agenturalltag.

Auf dieser Seite
  1. Warum arbeiten Ärzte mit so vielen getrennten Programmen?
  2. Was soll MedicPlace für Ärzte leisten?
  3. Wo hilft KI den Ärzten auf der Plattform?
  4. Warum gehört Fortbildung auf dieselbe Plattform?
  5. Welche Regeln gelten für Software, die Ärzte nutzen?
  6. Wo steht MedicPlace heute?
  7. Was können andere Betriebe aus MedicPlace lernen?
  8. Häufige Fragen
  9. So prüfen Sie Software für Ihre Praxis
  10. Woher die Angaben auf dieser Seite stammen
Ausgangslage

Warum arbeiten Ärzte mit so vielen getrennten Programmen?

Eine Praxis braucht Software für sehr unterschiedliche Aufgaben: Vertretungen finden, Gespräche dokumentieren, abrechnen, sich fortbilden, Personal suchen. Für jede dieser Aufgaben gibt es eigene Anbieter. Die Folge beschreibt die Projektbeschreibung von MedicPlace so: Ärzte navigieren zwischen einem Dutzend Insellösungen, Datenflüsse brechen ab, und die Einhaltung der Vorschriften wird teuer, weil sie für jedes Programm einzeln geprüft werden muss.

Dazu kommt der allgemeine Verwaltungsaufwand. In Befragungen im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gaben rund neun von zehn niedergelassenen Ärzten an, sich durch bürokratische und administrative Aufgaben überlastet zu fühlen. Jedes zusätzliche Programm mit eigenem Zugang, eigener Oberfläche und eigenem Vertrag trägt zu diesem Aufwand bei.

Hier setzt MedicPlace an. Die Idee ist nicht, alles neu zu erfinden, sondern Bereiche, die heute getrennt laufen, unter einer Marke und mit gemeinsamen Diensten zusammenzuführen.

Lösung

Was soll MedicPlace für Ärzte leisten?

MedicPlace ist als Dachmarke für acht spezialisierte Module angelegt. Sie richten sich an niedergelassene Ärzte, an Ärzte in Kliniken und an Menschen, die im Gesundheitswesen eine neue Stelle suchen. Der Untertitel des Projekts fasst die Bereiche zusammen: Vermittlung, Akademie, Abrechnung.

Zwei Module sind bereits in Betrieb. MeinDienstarzt vermittelt Vertretungen für den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen. JourF'x verbindet sichere Videogespräche mit einer Dokumentation, die während des Gesprächs entsteht. Die übrigen sechs Module sind im Aufbau. Was sie im Einzelnen leisten, steht noch nicht fest, deshalb nennen wir hier nur ihre Namen und ihren Stand.

Für alle Module gelten laut Projektbeschreibung dieselben Grundsätze: entwickelt in Deutschland, ausgerichtet auf die DSGVO und auf die KI-Verordnung der EU, und eine professionelle Ansprache in der Sie-Form, wie Ärzte sie im beruflichen Umfeld erwarten.

ModulStandBereich laut Projektbeschreibung
MeinDienstarztLiveVermittlung von Vertretungen für den KV-Bereitschaftsdienst
JourF'xLiveVideogespräche mit Dokumentation in Echtzeit
MedicJobIm AufbauKarriere und Stellensuche
MedicAcademyIm AufbauAkademie und Fortbildung
MedicBillIm AufbauAbrechnung
MedicTecIm Aufbaunoch nicht öffentlich beschrieben
Online ArztpraxisIm Aufbaunoch nicht öffentlich beschrieben
Online HebammeIm Aufbaunoch nicht öffentlich beschrieben
KI im Einsatz

Wo hilft KI den Ärzten auf der Plattform?

Aus Sicht der Nutzer zeigt sich KI bei MedicPlace dort, wo heute Handarbeit anfällt. Bei JourF'x wird aus einem Gespräch ein strukturiertes Dokument, ohne dass jemand nebenher mitschreibt. Das ist die Art von Aufgabe, bei der KI im Praxisalltag besonders gut passt: viel gesprochener oder geschriebener Text, ein wiederkehrendes Muster und ein Mensch, der das Ergebnis prüft und freigibt.

Der zweite Ansatz liegt im Dach selbst. Die Projektbeschreibung nennt geteilte Dienste über alle Module. Für den Arzt soll das bedeuten, dass Angaben, die er einmal gemacht hat, nicht in jedem Modul neu eingegeben werden müssen, und dass die Regeln zu Datenschutz und KI-Einsatz nicht in jedem Programm anders umgesetzt sind.

Wichtig für die Einordnung: Die KI-Funktionen dienen der Verwaltung und der Dokumentation. Sie ersetzen keine ärztliche Entscheidung. Was in eine Patientenakte oder an Dritte geht, prüft und verantwortet weiterhin die Ärztin oder der Arzt. Wie KI in der Praxis sinnvoll eingesetzt wird, beschreiben wir im Ratgeber KI nutzen für die Arztpraxis.

Fortbildung

Warum gehört Fortbildung auf dieselbe Plattform?

Fortbildung ist für Vertragsärzte keine freiwillige Sache. Nach § 95d SGB V müssen sie ihrer Kassenärztlichen Vereinigung alle fünf Jahre nachweisen, dass sie ihrer Fortbildungspflicht nachgekommen sind. Die Kassenärztlichen Vereinigungen verlangen dafür mindestens 250 Fortbildungspunkte im Fünfjahreszeitraum.

Wer Vermittlung, Dokumentation und Fortbildung ohnehin in getrennten Programmen organisiert, führt auch die Nachweise an verschiedenen Stellen. Deshalb ist eine Akademie Teil des geplanten Dachs. Wie das Modul im Einzelnen arbeiten wird, ist noch offen; es befindet sich im Aufbau.

Datenschutz und Recht

Welche Regeln gelten für Software, die Ärzte nutzen?

Software für Ärzte bewegt sich in einem der am stärksten geregelten Bereiche. Vier Rahmen sind für eine Plattform wie MedicPlace maßgeblich.

Wer eine solche Plattform für seine Praxis prüft, sollte bei jedem Modul fragen: Wo werden die Daten verarbeitet, gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, wie ist die Schweigepflicht der Beteiligten geregelt, und wird klar gekennzeichnet, wo KI im Spiel ist? Mehr zu den Pflichten aus der KI-Verordnung lesen Sie in unseren Beiträgen zur KI-Schulungspflicht nach Artikel 4 und zur Kennzeichnungspflicht nach Artikel 50.

  1. 01

    Gesundheitsdaten

    Art. 9 DSGVO

    Gesundheitsdaten gehören zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten. Ihre Verarbeitung ist grundsätzlich untersagt und nur unter den Ausnahmen des Art. 9 Abs. 2 erlaubt, etwa für Zwecke der Gesundheitsversorgung.

  2. 02

    Schweigepflicht

    § 203 StGB

    Ärzte dürfen Geheimnisse an Personen offenbaren, die an ihrer Tätigkeit mitwirken, etwa an IT-Dienstleister, soweit das erforderlich ist. Sie müssen dafür sorgen, dass diese zur Geheimhaltung verpflichtet sind.

  3. 03

    KI-Kompetenz

    Art. 4 KI-Verordnung

    Artikel 4 gilt seit dem 2. Februar 2025, seit dem 27. Juli 2026 in der Fassung des Digital Omnibus. Betriebe, die KI einsetzen, ergreifen Maßnahmen, die den Aufbau von KI-Kompetenz ihres Personals unterstützen. Das gilt auch für Praxen.

  4. 04

    Transparenz

    Art. 50 KI-Verordnung

    Seit dem 2. August 2026 müssen Menschen informiert werden, wenn sie direkt mit einem KI-System interagieren, sofern das nicht offensichtlich ist.

Stand

Wo steht MedicPlace heute?

MedicPlace ist im Aufbau. Die beiden Module MeinDienstarzt und JourF'x laufen, die Dachmarke und die sechs weiteren Module entstehen noch. Wir beschreiben deshalb, was das Projekt vorhat, und keine Ergebnisse, die sich erst im Betrieb zeigen können.

Scalableloops begleitet das Projekt bei der KI-Umsetzung. Sobald weitere Module in Betrieb gehen, ergänzen wir diese Seite.

Übertragbar

Was können andere Betriebe aus MedicPlace lernen?

Der Ansatz lässt sich auf viele Branchen übertragen, in denen Fachleute mit vielen einzelnen Programmen arbeiten. Drei Überlegungen stehen dabei im Vordergrund.

  1. 01

    Mit laufenden Modulen starten

    Schritt für Schritt

    MedicPlace baut das Dach um zwei Module, die bereits im Betrieb sind. So entsteht die Plattform an echten Aufgaben statt an einem Gesamtplan, der erst am Ende zeigt, ob er trägt.

  2. 02

    Regeln einmal lösen

    Gemeinsame Dienste

    Datenschutz, Kennzeichnung von KI und Zugänge werden für alle Module gemeinsam geregelt. Das erspart die Prüfung jedes einzelnen Programms.

  3. 03

    Sprache der Zielgruppe

    Ansprache

    Die Plattform spricht Ärzte so an, wie sie es im Beruf gewohnt sind. Vertrauen entsteht in regulierten Branchen auch über den Ton.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was ist MedicPlace?

MedicPlace ist eine Plattform im Aufbau, die Arbeitsbereiche von Ärzten unter einem Dach bündeln soll. Geplant sind acht Module für Vermittlung, Fortbildung, Abrechnung, Karriere und weitere Bereiche.

Welche Module von MedicPlace laufen bereits?

Live sind MeinDienstarzt für die Vermittlung von Vertretungen im KV-Bereitschaftsdienst und JourF'x für Videogespräche mit Dokumentation in Echtzeit. Die übrigen sechs Module sind im Aufbau.

Trifft die KI auf MedicPlace medizinische Entscheidungen?

Nein. Die KI-Funktionen sind für Verwaltung und Dokumentation gedacht. Die medizinische Entscheidung und die Verantwortung für die Patientenakte bleiben bei der Ärztin oder dem Arzt.

Welche Datenschutzregeln gelten für Plattformen im Gesundheitswesen?

Gesundheitsdaten sind nach Art. 9 DSGVO besonders geschützt. Für Ärzte gilt zusätzlich die Schweigepflicht nach § 203 StGB, die auch die Einbindung von Dienstleistern regelt. Bei KI-Systemen kommen die Pflichten der KI-Verordnung hinzu.

Ab wann sind die weiteren Module verfügbar?

Dazu gibt es noch keinen öffentlichen Termin. Die Module befinden sich im Aufbau; diese Seite wird ergänzt, sobald weitere in Betrieb gehen.

Was jetzt

So prüfen Sie Software für Ihre Praxis

  1. 01

    Programme erfassen

    Schreiben Sie auf, mit welchen Programmen Ihre Praxis heute arbeitet und wo Angaben doppelt eingegeben werden.

  2. 02

    Daten und Verträge klären

    Prüfen Sie je Programm, wo Daten verarbeitet werden und ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung und eine Verpflichtung zur Verschwiegenheit vorliegen.

  3. 03

    KI kennzeichnen

    Klären Sie, wo KI im Spiel ist, und stellen Sie sicher, dass Patienten es erfahren, wenn sie direkt mit einem KI-System sprechen.

  4. 04

    Team befähigen

    Schulen Sie Ihr Team im Umgang mit den KI-Funktionen. Bei Bedarf unterstützen wir mit einer KI-Schulung oder einem eigenen KI-Agentensystem.

Eine Plattform für Ärzte gewinnt nicht durch die Zahl ihrer Module, sondern dadurch, dass Regeln, Zugänge und Daten einmal sauber gelöst sind und jedes neue Modul davon profitiert. MedicPlace baut diesen Weg Modul für Modul auf.

oder anrufen: +49 151 1576 5566

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