Was bedeutet dieKennzeichnungspflichtfür KI?
Menschen sollen wissen, wann sie mit einer Maschine sprechen. Artikel 50 regelt, wer dafür sorgen muss.
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KI-Assistent prüfen lassen oder anrufen: +49 151 1576 5566Die Kennzeichnungspflicht für KI steht in Artikel 50 der KI-Verordnung und gilt seit dem 2. August 2026. Menschen sollen erfahren, wann sie mit einer Maschine sprechen oder einen künstlich erzeugten Inhalt vor sich haben. Eine allgemeine Pflicht, jeden mit KI geschriebenen Text zu markieren, steht da allerdings nicht drin.
- Chatbot und Telefonassistent: Hinweis spätestens bei der ersten Interaktion.
- Deepfakes: Offenlegung durch den Betreiber, auch in der Werbung.
- Emotionserkennung: Betroffene informieren.
Wann muss sich ein Chatbot als KI kennzeichnen?
Sobald er direkt mit Menschen spricht, ob im Website-Chat, im Messenger oder am Telefon, und zwar klar, eindeutig und barrierefrei. Einen festen Wortlaut gibt Artikel 50 nicht vor. Ein Satz in der Datenschutzerklärung erreicht den Kunden im Gespräch aber nicht, deshalb gehört der Hinweis in die Begrüßung, am besten gleich mit dem Weg zu einem Menschen.
Ausgenommen ist nur, was für eine angemessen informierte, aufmerksame Person ohnehin offensichtlich ist (und darauf würden wir uns nicht verlassen). Gesucht wird das Thema übrigens auch als Chatbot Kennzeichnungspflicht oder Artikel 50 KI Verordnung.
Welche KI-Inhalte müssen Sie als künstlich offenlegen?
Deepfakes, also nach Artikel 3 Nummer 60 durch KI erzeugte oder manipulierte Bilder, Töne oder Videos, die echten Personen, Orten oder Ereignissen ähneln und fälschlich echt wirken würden. Sieht ein KI-Foto aus, als wäre es in Ihrer Werkstatt entstanden, braucht es also einen Hinweis; bei offensichtlich künstlerischen oder satirischen Werken reicht einer, der die Darstellung nicht stört. Dazu kommen KI-Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren, außer ein Mensch hat sie geprüft und jemand trägt die redaktionelle Verantwortung.
Welche Frist gilt für die maschinenlesbare Kennzeichnung von KI-Inhalten?
Diese Pflicht trifft die Anbieter generativer Systeme, nicht den Betrieb, der damit ein Bild erstellt. Sie markieren Ausgaben etwa über Wasserzeichen und Metadaten, und für Systeme, die schon vor dem 2. August 2026 auf dem Markt waren, läuft bis zum 2. Dezember 2026 eine Übergangsfrist. Chatbot-Hinweis und Deepfake-Offenlegung schiebt sie nicht auf.
Häufige Fragen
Gilt die Kennzeichnungspflicht auch für einen Telefonassistenten?
Davon gehen wir aus, denn Artikel 50 Absatz 1 erfasst Systeme für die direkte Interaktion mit Menschen. Der Hinweis gehört dann in die gesprochene Begrüßung, noch vor die erste Frage an den Anrufer.
Wer prüft die KI-Kennzeichnung in Deutschland?
Die Bundesnetzagentur als zentrale Marktüberwachungsbehörde nach dem KI-MIG. Ihr KI-Service-Desk hat eine eigene Seite zu den Transparenzpflichten und einen KI-Compliance-Kompass für den Einstieg.
Wie hoch ist das Bußgeld bei fehlender Kennzeichnung?
Bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, für kleine und mittlere Unternehmen jeweils der niedrigere Betrag.
Wo Sie das Thema vertiefen
KI-Kennzeichnungspflicht für Chatbots: Art. 50 im Betrieb
KI-Governance: Auditierbarkeit und Logging für KI-Systeme
Begriffe, die Sie im selben Zusammenhang kennen sollten
KI-Verordnung (AI Act) · Anbieter, Betreiber, Einführer und Händler (KI-Verordnung) · Voicebot (KI-Telefonassistent) · KI-Assistent · KI-Governance · Zum KI-Glossar A-Z
Ein ehrlicher erster Satz im Chat kostet nichts und schafft genau das Vertrauen, das ein KI-Assistent im Kundenkontakt braucht.

