Referenz · Defence:Connect · 26.09.2026
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Defence:Connect

Defence:Connect:Regulatorik wirdzum Arbeitsplan

Viele zivile Fertiger bringen die Qualität mit, die Verteidigungsaufträge verlangen. Was fehlt, sind Nachweise, Genehmigungswissen und ein planbarer Weg. Hier lesen Sie, wie Defence:Connect diesen Weg strukturiert und wo KI dabei unterstützt.

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Nikolai Schöbel und Jeremias Burger, Co-Founder Scalableloops

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Erst prüfen wir, ob das Vorhaben zu Ihrem Geschäftsmodell passt. Dann folgt ein Vorschlag mit Phasen und Aufwand.

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Referenz · Defence:Connect

Defence:Connect begleitet mittelständische Fertigungs- und Technologiebetriebe beim Einstieg in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie: mit Zertifizierungs-Roadmaps, gefilterten Ausschreibungen und Interim-Coaches, die Audits begleiten. Die Plattform übersetzt Anforderungen wie EN 9100, das Kriegswaffenkontrollgesetz und die Exportkontrolle durch das BAFA in umsetzbare Schritte. Scalableloops begleitet das Projekt bei der KI-Umsetzung.

In Kürze
  • Zielgruppe sind Automotive-Zulieferer, Maschinen- und Anlagenbauer, Elektronikfertiger und Spezial-Metallverarbeiter.
  • Der Einstieg läuft in drei Schritten: Standortbestimmung, Umsetzung und Qualifizierung, Markteintritt.
  • Ein Marktplatz bringt Unternehmen, Zulieferer und geprüfte Interim-Experten zusammen.
  • KI unterstützt dort, wo Nachweise entstehen, und bleibt dabei nachvollziehbar.
Veröffentlicht 26.09.2026Nikolai Schöbel und Jeremias BurgerLesezeit 7 min
Nikolai SchöbelJeremias Burger

Nikolai Schöbel und Jeremias Burger

Co-Founder der Scalableloops GmbH. Nikolai Schöbel verantwortet Online-Marketing und KI-Strategie, Jeremias Burger die KI-Architektur. Beide bauen und schulen KI-Systeme im eigenen Agenturalltag.

Auf dieser Seite
  1. Warum scheitern gute Zulieferer am Einstieg in den Verteidigungsmarkt?
  2. Wie macht Defence:Connect den Einstieg planbar?
  3. Welche Normen und Nachweise zählen beim Einstieg?
  4. Wo hilft KI den Betrieben auf diesem Weg?
  5. Was gilt für Datenschutz und KI-Recht in diesem Umfeld?
  6. Was können andere Betriebe aus dem Projekt lernen?
  7. Häufige Fragen
  8. So prüfen Sie, ob der Einstieg für Ihren Betrieb passt
  9. Woher die Angaben auf dieser Seite stammen
Ausgangslage

Warum scheitern gute Zulieferer am Einstieg in den Verteidigungsmarkt?

Viele Mittelständler aus der Automobilzulieferung oder dem Maschinenbau arbeiten seit Jahren mit hohen Qualitätsstandards und belastbaren Lieferketten. Trotzdem ist der Weg in die Verteidigungsindustrie für sie oft versperrt. Die Website von Defence:Connect nennt drei Gründe: Zivile Aufträge fallen weg und der Preisdruck steigt, die Verteidigungsindustrie verlangt zertifizierte Prozesse und lückenlose Nachweisdokumente, und die Vergabekanäle sind uneinheitlich, mit engen Fristen und komplexen Eignungskriterien.

Dazu kommt ein Rechtsrahmen, den zivile Betriebe selten kennen. Nach Artikel 26 Absatz 2 des Grundgesetzes dürfen zur Kriegführung bestimmte Waffen nur mit Genehmigung der Bundesregierung hergestellt, befördert und in Verkehr gebracht werden. Das Kriegswaffenkontrollgesetz setzt das um: Wer Kriegswaffen herstellen will, bedarf nach § 2 der Genehmigung. Für Güter mit doppeltem Verwendungszweck gelten eigene Genehmigungspflichten nach der EU-Dual-Use-Verordnung, zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Wer das allein angeht, verliert Zeit mit Suchen, Lesen und Nachfragen. Klassische Beratung liefert oft Folien, aber keinen Arbeitsplan, den ein Betrieb Schritt für Schritt abarbeiten kann.

Lösung

Wie macht Defence:Connect den Einstieg planbar?

Defence:Connect setzt auf einen strukturierten Einstieg statt auf Eigenversuche. Das Angebot ruht auf drei Säulen, die das Projekt auf seiner Website beschreibt: ein Qualifizierungs-Portal mit Ausschreibungen, gefiltert nach dem Eignungsprofil des Betriebs, eine Zertifizierungs-Roadmap auf Basis von Branchenleitfäden, die jeden Schritt nachverfolgbar macht, und operative Begleitung durch Interim-Coaches, die Audits begleiten und die formale Eignung für das erste Angebot sichern.

Der Ablauf ist in drei Phasen gegliedert. Er beginnt mit einer Vor-Ort-Analyse von Prozessen, Qualitätsmanagement und Sicherheits-Infrastruktur, um die Lücken zu den Anforderungen zu finden. Danach werden audit-sichere Prozesse nach EN 9100 eingeführt, die IT-Sicherheit aufgerüstet und der Werkschutz aufgebaut. Am Ende steht der Markteintritt mit Unterstützung bei Preisgestaltung und Vertragsrecht.

Ergänzt wird das durch einen Marktplatz. Unternehmen formulieren dort ihren Bedarf, etwa einen Interim-Auditor für EN 9100 oder Unterstützung in der Exportkontrolle. Experten bewerben sich mit ihrem Profil, und Zulieferer finden Partner für Defence-Projekte.

  1. 01

    Standortbestimmung

    Analyse

    Vor-Ort-Analyse von Prozessen, Qualitätsmanagement und Sicherheits-Infrastruktur. Ergebnis ist eine Liste der Lücken zu den Anforderungen der Auftraggeber.

  2. 02

    Umsetzung und Qualifizierung

    Aufbau

    Einführung audit-sicherer Prozesse nach EN 9100, Aufrüstung der IT-Sicherheit, Aufbau des Werkschutzes, parallel Finanzierungsplanung für die Vorleistung.

  3. 03

    Markteintritt

    Angebot

    Positionierung gegenüber Auftraggebern, Unterstützung bei Preisgestaltung und Vertragsrecht bis zum Vertragsabschluss.

Normen

Welche Normen und Nachweise zählen beim Einstieg?

Basis ist laut Defence:Connect häufig die ISO 9001. Für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung ist oft die EN 9100 erforderlich. Sie baut auf der ISO 9001 auf und ergänzt sie um branchenspezifische Anforderungen, so beschreibt es die Deutsche Gesellschaft für Qualität. Je nach Auftraggeber können AQAP-Anforderungen hinzukommen.

Neben dem Qualitätsmanagement nennt die Plattform weitere Felder, in denen Betriebe Nachweise brauchen: Informationssicherheit, Werkschutz, Exportkontrolle und interne Kontrollsysteme für Rüstungsgüter. Die folgende Übersicht ordnet die Themen, die auf der Projekt-Website vorkommen.

ThemaWorum es gehtWelche Unterstützung der Marktplatz nennt
EN 9100Qualitätsmanagement für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung, aufbauend auf ISO 9001Interim-Auditor zur Vorbereitung und Begleitung des Erst-Audits
KriegswaffenkontrolleGenehmigung für Herstellung, Beförderung und Überlassung von KriegswaffenCompliance-Beratung zu KWKG und Außenwirtschaftsgesetz, Aufbau interner Kontrollsysteme
ExportkontrolleGenehmigungspflichten für Güter mit doppeltem Verwendungszweck, zuständig ist das BAFAExportkontroll-Spezialisten für Klassifizierung und Antragstellung
InformationssicherheitSicherheitskonzepte, etwa nach ISO 27001Sicherheitsbeauftragte für IT-Sicherheitskonzepte
WerkschutzPhysische Sicherheit von Standort und FertigungKonzept und Umsetzung durch Sicherheitsexperten
KI im Projekt

Wo hilft KI den Betrieben auf diesem Weg?

Der Einstieg in die Verteidigungsindustrie ist vor allem Dokumentationsarbeit. Prozessbeschreibungen, Prüfnachweise und Eignungsunterlagen müssen vollständig sein und zusammenpassen. Hier setzt das Projekt KI ein: in Prüfabläufen rund um Audits. Ziel ist, dass Betriebe früher sehen, wo Nachweise noch fehlen, statt es erst im Audit zu erfahren.

Der Grundsatz dabei heißt Nachvollziehbarkeit. In einem Umfeld, in dem Auditoren jeden Nachweis hinterfragen, reicht ein Ergebnis ohne Herleitung nicht. Deshalb ist die KI so eingesetzt, dass sich später zeigen lässt, auf welcher Grundlage eine Einschätzung entstanden ist. Die Bewertung bleibt bei den Menschen, bei den Interim-Coaches und beim Betrieb selbst.

Für sicherheitskritische Bereiche gibt es die Möglichkeit, die KI auf eigenen Servern zu betreiben, statt vertrauliche Unterlagen an einen Cloud-Dienst zu geben. Mehr zu diesem Weg lesen Sie in unserem Beitrag zu lokaler KI. Wie Unterlagen und Gesprächsnotizen in anderen Branchen strukturiert entstehen, zeigt die Referenz JourF’x.

Recht

Was gilt für Datenschutz und KI-Recht in diesem Umfeld?

Vertraulichkeit ist in der Verteidigungsindustrie Grundbedingung. Defence:Connect arbeitet laut eigener Website standardmäßig mit Vertraulichkeitsvereinbarungen und klaren Berechtigungskonzepten, damit Unternehmens- und Prozessdaten geschützt bleiben.

Für den Einsatz von KI gilt die KI-Verordnung der EU. Sie nimmt KI-Systeme aus, die ausschließlich für militärische Zwecke, Verteidigungszwecke oder Zwecke der nationalen Sicherheit in Verkehr gebracht oder verwendet werden. Ein Werkzeug, das zivilen Betrieben bei Zertifizierung und Dokumentation hilft, dient aber nicht ausschließlich solchen Zwecken. Für Betriebe heißt das: Die üblichen Pflichten gelten, darunter Artikel 4. In der seit dem 27. Juli 2026 geltenden Fassung müssen Betreiber Maßnahmen ergreifen, die den Aufbau von KI-Kompetenz ihres Personals unterstützen. Ein bestimmtes Kompetenzniveau für jede einzelne Person müssen sie nicht garantieren. Was das konkret bedeutet, erklären wir im Beitrag zur KI-Schulungspflicht nach Artikel 4.

Übertragbar

Was können andere Betriebe aus dem Projekt lernen?

Regulatorik als Arbeitsplan denken. Normen und Gesetze wirken abschreckend, solange sie als Textmenge vor einem liegen. Zerlegt in Schritte mit klarer Reihenfolge und Zuständigkeit, werden sie abarbeitbar. Das gilt genauso für Medizinprodukte, Lebensmittelsicherheit oder Informationssicherheit.

KI dort einsetzen, wo Dokumente entstehen. Der größte Aufwand liegt selten in der Entscheidung, sondern in der Vorbereitung: sammeln, abgleichen, lückenlos ablegen. Hier kann KI entlasten, solange ein Mensch das Ergebnis prüft. Wie Sie solche Abläufe angehen, lesen Sie in unseren Ratgebern KI nutzen für Projektmanagement und KI nutzen für Besprechungsprotokolle.

Vertrauliches bleibt im Haus. Wo Unterlagen nicht nach außen dürfen, gehört die Frage nach dem Betriebsort der KI an den Anfang, nicht ans Ende. Einen Überblick über den Stand im Mittelstand gibt unser Beitrag KI im Mittelstand.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was ist Defence:Connect?

Defence:Connect begleitet mittelständische Fertigungs- und Technologiebetriebe beim Einstieg in die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Dazu gehören Zertifizierungs-Roadmaps, gefilterte Ausschreibungen, Interim-Coaching und ein Marktplatz für Experten und Zulieferer.

Für welche Unternehmen ist das Angebot gedacht?

Laut Projekt-Website für Automotive-Zulieferer, Maschinen- und Anlagenbauer, Elektronikfertiger und Spezial-Metallverarbeiter, die ihre zivilen Fähigkeiten in den Verteidigungssektor übertragen wollen.

Welche Norm brauche ich für Aufträge aus der Verteidigungsindustrie?

Basis ist häufig die ISO 9001. Für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung wird oft die EN 9100 verlangt, die auf der ISO 9001 aufbaut. Je nach Auftraggeber können weitere Anforderungen hinzukommen. Die konkrete Roadmap ergibt sich aus der Analyse des Betriebs.

Brauche ich für Rüstungsgüter eine Genehmigung?

Für Kriegswaffen ja: Wer sie herstellen will, braucht nach § 2 des Kriegswaffenkontrollgesetzes eine Genehmigung. Für Güter mit doppeltem Verwendungszweck gelten Genehmigungspflichten nach der EU-Dual-Use-Verordnung, zuständig ist das BAFA. Die Einordnung im Einzelfall gehört zu einem Fachanwalt oder zur Behörde.

Welche Rolle spielt KI bei Defence:Connect?

KI unterstützt Prüfschritte rund um Nachweise und Dokumente, und zwar so, dass sich nachvollziehen lässt, wie ein Ergebnis entstanden ist. Für sicherheitskritische Bereiche ist ein Betrieb auf eigenen Servern möglich. Die Bewertung bleibt bei den Menschen.

Gilt die KI-Verordnung auch im Verteidigungsumfeld?

Ausgenommen sind KI-Systeme, die ausschließlich für militärische, Verteidigungs- oder nationale Sicherheitszwecke eingesetzt werden. Werkzeuge für Zertifizierung und Dokumentation in zivilen Betrieben fallen in der Regel nicht darunter, dort gelten die üblichen Pflichten wie die KI-Kompetenz nach Artikel 4.

Was jetzt

So prüfen Sie, ob der Einstieg für Ihren Betrieb passt

  1. 01

    Stand erheben

    Halten Sie fest, welche Zertifikate, Nachweise und Sicherheitskonzepte Ihr Betrieb heute schon hat, etwa ISO 9001 oder IATF 16949.

  2. 02

    Anforderungen klären

    Prüfen Sie, welche Normen und Genehmigungen für Ihre Produkte in Frage kommen, von EN 9100 bis zur Exportkontrolle.

  3. 03

    Gespräch suchen

    Nutzen Sie ein Erstgespräch mit Fachleuten, zum Beispiel über die Website von Defence:Connect, um die Lücken einzuschätzen.

  4. 04

    Dokumentation entlasten

    Überlegen Sie, wo KI beim Sammeln und Abgleichen von Nachweisen helfen kann. Bei Bedarf unterstützen wir mit einer KI-Schulung oder einem betriebseigenen KI-Agentensystem.

Der Weg in die Verteidigungsindustrie scheitert selten an der Fertigungsqualität, sondern an Nachweisen und Genehmigungswissen. Defence:Connect macht daraus einen Arbeitsplan, und KI hilft dort, wo die meiste Dokumentationsarbeit entsteht, ohne die Verantwortung vom Menschen zu nehmen.

oder anrufen: +49 151 1576 5566

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