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Shopware B2B:was Ihre Geschäftskundenim Shop wirklich bekommen

Inhalt dieses Ratgebers
Das Wichtigste in Kürze
- Kundengruppen, Netto-Anzeige, Händlerregistrierung mit Freischaltung und der Rule Builder gehören zum Grundumfang und brauchen keinen Zusatzplan.
- Firmenkonten mit Mitarbeitern und Rollen, Bestellfreigaben, Angebotsanfragen, Schnellbestellung und Bestelllisten kommen als B2B Components, laut Shopware im Plan Evolve und Beyond, nicht in Rise.
- Die B2B Suite ist das ältere, in sich geschlossene Paket. Ab Shopware 6.8, angekündigt für 2027, wird sie nicht mehr unterstützt.
- Die Warenwirtschaft bleibt meist das führende System für Preise und Bestände, deshalb gehört die Schnittstelle von Anfang an in die Planung.
Ihr B2B-Shop braucht Funktionen, die der Standard nicht abdeckt? Wir entwickeln eigene Erweiterungen und Integrationen per API für Shopware 6.
Grundlagen
Taugt Shopware als Shopsystem für B2B?
Als Shopsystem für B2B taugt Shopware dann, wenn Ihre Geschäftskunden im Shop mehr tun müssen als ein Endkunde, also mit mehreren Personen bestellen, eigene Preise sehen und Bestellungen intern freigeben lassen. Genau für diese Abläufe hat Shopware eigene Bausteine gebaut, und einen Teil davon bekommen Sie schon ohne Zusatzplan.
Hilfreich ist eine Trennung in zwei Ebenen. Die erste Ebene steckt in jedem Shopware 6: Kundengruppen, die Darstellung von Netto-Preisen, eine Registrierung, bei der Sie Händler erst prüfen und dann freischalten, und der Rule Builder für Preise, Versand und Zahlungsarten nach Regeln. Viele kleinere Großhändler kommen damit schon weit.
Die zweite Ebene sind die B2B Components. Sie bilden ab, was im Einkauf eines Unternehmens tatsächlich passiert: Eine Person stellt den Warenkorb zusammen, eine andere gibt ihn frei, und für große Mengen fragt man lieber ein Angebot an, statt den Listenpreis zu zahlen. Dass diese Bausteine an einen bestimmten Plan gebunden sind, sollten Sie früh wissen, weil es die Rechnung verändert.
Grundumfang
Was kann Shopware 6 B2B schon ohne Zusatzplan?
Shopware 6 B2B ohne Zusatzplan bedeutet in der Praxis: Kundengruppen, Netto-Preise, Händlerfreischaltung und regelbasierte Preise über den Rule Builder. Laut Shopware-Dokumentation legen Sie je Kundengruppe fest, ob die Preise im Shop netto oder brutto erscheinen. Ihre Gewerbekunden sehen also die Preise, mit denen sie rechnen, während Privatkunden weiter Bruttopreise bekommen.
Für die Registrierung können Sie je Kundengruppe ein eigenes Formular aktivieren. Wer sich darüber anmeldet, landet nicht automatisch in der Händlergruppe: Sie prüfen die Anfrage in der Administration, nehmen sie an oder lehnen sie ab, und der Kunde bekommt dazu eine Mail. So sehen nur geprüfte Betriebe Ihre Händlerkonditionen.
Der Rule Builder verknüpft Bedingungen wie Kundengruppe oder Warenkorbsumme mit Folgen im Shop. Laut Dokumentation lassen sich Regeln Produktpreisen, Versandarten, Zahlungsarten, Promotions und Abläufen im Flow Builder zuordnen. Ein typischer Fall: In den erweiterten Preisen eines Artikels hinterlegen Sie einen eigenen Preis für die Regel „Kundengruppe ist Händler“, und auf Rechnung zahlen darf nur, wer zu dieser Gruppe gehört.
| Anforderung | Bordmittel ohne Zusatzplan | B2B Components (ab Evolve) |
|---|---|---|
| Netto-Preise für Gewerbekunden | Kundengruppe mit Netto-Anzeige | nicht nötig |
| Händler erst nach Prüfung zulassen | Registrierungsformular mit Freischaltung | nicht nötig |
| Eigene Preise je Kundengruppe | erweiterte Preise mit Regel aus dem Rule Builder | Individual Pricing je Organisationseinheit |
| Mehrere Mitarbeiter eines Kunden mit Rechten | nicht vorhanden | Employee Management mit Rollen |
| Bestellung erst nach interner Freigabe | nicht vorhanden | Order Approval |
| Angebot statt Listenpreis | nicht vorhanden | Quote Management |
| Bestellung per Artikelnummer oder CSV | nicht vorhanden | Quick Order |
| Wiederkehrende Bestellungen | nicht vorhanden | Shopping Lists |
Funktionen
Was leisten die Shopware B2B Components im Einkaufsalltag?
Die Shopware B2B Components sind einzelne Bausteine, die Sie nach Bedarf einschalten, statt ein Gesamtpaket zu übernehmen. Die Dokumentation von Shopware beschreibt sie Modul für Modul, und im Kern geht es um fünf Abläufe, die im Geschäftskundenvertrieb immer wieder vorkommen.
Mit Employee Management legt ein Firmenkunde eigene Mitarbeiter an und gibt ihnen Rollen. Darauf baut Order Approval auf: Bestimmte Rollen dürfen Bestellungen anderer Rollen freigeben oder ablehnen, bevor sie bei Ihnen ankommen. Quote Management lässt Ihre Kunden für den Inhalt ihres Warenkorbs ein Angebot anfragen, das Sie im Backend prüfen und anpassen. Quick Order legt Artikel per Artikelnummer oder aus einer CSV-Datei in den Warenkorb, was jeder kennt, der schon einmal hundert Positionen von Hand gesucht hat. Und mit Shopping Lists speichern Kunden Listen für spätere Bestellungen, für die Sie auch eigene Vorschläge hinterlegen können.
Dazu kommen Bausteine für größere Strukturen. Organisationseinheiten bilden Abteilungen oder Standorte eines Kunden hierarchisch ab, darauf setzen Budgets je Einheit, eigene Sortimente je Einheit und Individual Pricing auf. Gerade bei diesen neueren Modulen nennt die Dokumentation je Baustein eine Mindestversion von Shopware, deshalb lohnt vor der Planung ein Blick auf die Version Ihres Shops.
- Schritt 1Employee ManagementFirmenkonto mit Mitarbeitern und Rollen, Grundlage für Freigaben und Organisationseinheiten.
- Schritt 2Order ApprovalBestellungen gehen erst nach Freigabe durch eine berechtigte Rolle an Sie.
- Schritt 3Quote ManagementKunden fragen für ihren Warenkorb ein Angebot an, Sie prüfen und passen es an.
- Schritt 4Quick OrderArtikel per Artikelnummer oder CSV-Datei direkt in den Warenkorb.
- Schritt 5Shopping ListsGespeicherte Listen für wiederkehrende Bestellungen, auf Wunsch mit Ihren Vorschlägen.
Editionen
In welcher Edition stecken die Shopware B2B Funktionen?
Die Shopware B2B Funktionen der Components stecken laut Preisseite von Shopware in den Plänen Evolve und Beyond, im Plan Rise und in der Community Edition dagegen nicht (Stand Oktober 2026). Shopware listet dort unter anderem Rollen und Rechte, Angebotsverwaltung, Schnellbestellung, Shopping Lists, kundenspezifische Preise, Organisationseinheiten und Budgetverwaltung.
Bei den Organisationseinheiten sind sich die Quellen nicht einig. Shopware selbst führt sie in der Dokumentation und auf der Preisseite ab Evolve, eine Fachseite aus dem März 2026 ordnet sie dagegen nur Beyond zu. Für Ihre Planung zählt, was Shopware Ihnen im Angebot bestätigt, und genau diese Frage sollten Sie dort schriftlich stellen.
Die Preise der Pläne ändern sich. Rechnen Sie deshalb nicht mit einer Zahl aus einem Blogartikel, sondern mit dem aktuellen Angebot, und stellen Sie es neben die Frage, was ein Nachbau der fehlenden Funktionen kosten würde. Wie die Editionen sich insgesamt unterscheiden, lesen Sie im Artikel Shopware Kosten und Editionen.
Auslaufmodell
Shopware B2B Suite oder Components: was gilt jetzt?
Die Shopware B2B Suite ist das ältere B2B-Paket, und laut Entwicklerdokumentation wird sie ab Shopware 6.8 nicht mehr unterstützt. Shopware hat Version 6.8 für 2027 angekündigt. Wer die Suite heute einsetzt, hat also noch Zeit, sollte den Umstieg aber nicht in das Jahr der neuen Version schieben.
Der Unterschied liegt im Aufbau. Die Suite ist ein geschlossenes Paket mit festem Funktionsumfang, die Components sind laut Shopware modularer und flexibler, Sie schalten also nur ein, was Ihre Kunden tatsächlich nutzen. Neue Funktionen wie Budgets oder Individual Pricing entstehen inzwischen bei den Components.
Für den Wechsel dokumentiert Shopware einen eigenen Migrationsweg, der Daten aus der Suite in die Components überträgt. Prüfen Sie vorher, welche Anpassungen an der Suite in Ihrem Shop hängen, denn eigener Code, der auf die Suite zugreift, zieht nicht automatisch mit um. Wie Sie ein Major-Update grundsätzlich vorbereiten, beschreibt unser Leitfaden zum Shopware Update.
B2B
Funktionen für Ihren Großhandel, individuell entwickelt.
Eigene Erweiterungen, Anbindungen an Ihre Systeme per API und die Automatisierung von Abläufen, mit Tests auf Shopware 6.6 und 6.7.
Schnittstellen
Woher bekommt ein Shopware B2B Shop Preise und Bestände?
Ein Shopware B2B Shop bekommt Preise, Bestände und Kundendaten in den meisten Fällen aus der Warenwirtschaft, denn dort sind Konditionen und Lager ohnehin gepflegt. Shopware bietet dafür die Admin-API, die laut Dokumentation für Integrationen, Automatisierung und Datenabgleich gedacht ist und Lese- und Schreibzugriff auf jede Entität erlaubt.
Für B2B heißt das: Bevor Sie Händlerpreise im Shop von Hand pflegen, klären Sie, welches System für welchen Wert führt. Steht der Kundenpreis im ERP, gehört er per Schnittstelle in den Shop und nicht zusätzlich in eine Regel, die später niemand mehr wiederfindet. Welche Wege es dafür gibt und worauf Sie achten sollten, beschreibt unser Artikel zur Anbindung von Shopware an die Warenwirtschaft.
Reicht der Standard nicht, etwa weil Ihr Freigabeprozess an Regeln aus dem ERP hängt, bleibt eine eigene Erweiterung oder eine Integration über die API. Bei der Shopware-Entwicklung bei Scalableloops bauen wir solche Integrationen und Anpassungen für Shopware 6.6 und 6.7, mit Tests auf beiden Versionen.
Planung
Wie planen Sie Ihren Shopware B2B Shop, ohne doppelt zu bauen?
Den Shopware B2B Shop planen Sie am besten vom Einkaufsablauf Ihrer Kunden her und erst danach von den Funktionen. Schreiben Sie auf, wer bei Ihren Kunden bestellt, wer freigibt, wie die Preise zustande kommen und welche Bestellungen sich wiederholen.
Halten Sie diese Sätze dann gegen die Tabelle oben. Was die Bordmittel abdecken, kostet keinen Zusatzplan. Was nur die Components können, entscheidet über Evolve oder Beyond. Und was weder das eine noch das andere abbildet, ist ein Fall für eine eigene Lösung, wobei Sie vorher prüfen sollten, ob Sie dafür nicht doch eine passende Erweiterung finden. Unser Ratgeber Shopware-Plugin kaufen oder bauen lassen hilft bei dieser Abwägung.
Nächste Schritte
So klären Sie Ihren Bedarf an Shopware B2B, bevor Sie investieren
- 01Einkaufsablauf aufschreibenWer bestellt bei Ihren Kunden, wer gibt frei, wie entstehen die Preise, welche Bestellungen wiederholen sich. Wenige Sätze reichen.
- 02Gegen Bordmittel und Components haltenMarkieren Sie, was der Grundumfang abdeckt und was nur die B2B Components können. Daraus ergibt sich die Planfrage.
- 03Plan und Version bestätigen lassenLassen Sie sich von Shopware schriftlich bestätigen, welche Module Ihr Plan enthält, und prüfen Sie die Mindestversion je Modul.
- 04Schnittstelle zur Warenwirtschaft klärenLegen Sie fest, welches System für Preise, Bestände und Kundendaten führt, bevor im Shop gepflegt wird.
Häufige Fragen
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Was ist Shopware B2B?
Unter Shopware B2B fallen die Funktionen, mit denen Shopware Geschäftskunden bedient. Dazu zählen Kundengruppen, Netto-Preise und der Rule Builder im Grundumfang sowie die B2B Components für Mitarbeiterkonten, Freigaben, Angebote, Schnellbestellung und Bestelllisten.
Brauche ich für einen B2B-Shop den Plan Evolve?
Nicht zwingend. Für Netto-Preise, Händlerfreischaltung und Preise je Kundengruppe reicht der Grundumfang. Sobald Firmenkunden mehrere Mitarbeiter mit Rechten, Bestellfreigaben oder Angebotsanfragen brauchen, kommen Sie zu den B2B Components, und die führt Shopware ab Evolve (Stand Oktober 2026).
Was ist der Unterschied zwischen B2B Suite und B2B Components?
Die B2B Suite ist das ältere Gesamtpaket mit festem Umfang, die B2B Components sind einzelne Bausteine, die Sie nach Bedarf aktivieren. Die Suite wird ab Shopware 6.8 nicht mehr unterstützt.
Wann endet der Support für die Shopware B2B Suite?
Laut Entwicklerdokumentation wird die B2B Suite ab Shopware 6.8 nicht mehr unterstützt. Shopware hat diese Version für 2027 angekündigt, für den Umstieg gibt es einen dokumentierten Migrationsweg.
Kann ich Kunden in Shopware eigene Preise geben?
Ja. Ohne Zusatzplan geht das über erweiterte Preise, die an eine Regel aus dem Rule Builder geknüpft sind, etwa an die Kundengruppe. In den B2B Components gibt es zusätzlich Individual Pricing für Organisationseinheiten.
Wie kommen ERP-Preise in den Shop?
Über die Admin-API von Shopware oder einen Connector zur Warenwirtschaft. Klären Sie vorher, welches System für Preise und Bestände führt, damit nichts doppelt gepflegt wird.
Im B2B-Shop entscheidet selten eine einzelne Funktion. Es geht darum, ob der Shop so einkauft, wie Ihre Kunden intern ohnehin einkaufen.
Nikolai Schöbel · Jeremias BurgerGründer und Geschäftsführer der Scalableloops GmbH, Standorte Eggenfelden und Passau. Nikolai Schöbel und Jeremias Burger haben die Scalableloops GmbH gegründet und führen sie. Das Team entwickelt eigene Erweiterungen für Shopware 6.6 und 6.7 und baut individuelle Lösungen für Shops. Ansprechpartner für Ihr Projekt sind die Entwickler selbst.
Quellen
- Shopware Dokumentation: B2B Components, abgerufen 05.10.2026
- Shopware Developer Documentation: B2B Suite Migration, abgerufen 05.10.2026
- Shopware: Preise und Editionen, abgerufen 05.10.2026
- Shopware Dokumentation: Kundengruppen, abgerufen 05.10.2026
- Shopware Dokumentation: Rule Builder, abgerufen 05.10.2026
- Shopware Developer Documentation: Admin API, abgerufen 05.10.2026
- Shopware: Nächste Major-Version 6.8 für 2027 geplant, abgerufen 05.10.2026
- Atwix: Shopware B2B features, abgerufen 05.10.2026
- Qualimero: Shopware B2B Components, alle Module im Detail, abgerufen 05.10.2026
- Qualimero: Shopware B2B, Suite und Components im Vergleich, abgerufen 05.10.2026
- Burg Digital: Migration zu B2B Components, abgerufen 05.10.2026
- Firebear Studio: Kundengruppen in Shopware 6, abgerufen 05.10.2026
- Firebear Studio: Rule Builder in Shopware 6, abgerufen 05.10.2026
- ThemeWare: Shopware 6.8 planned for 2027, abgerufen 05.10.2026
- Cloudflight: Developer’s insights on Shopware bulk synchronization, abgerufen 05.10.2026
- Scalableloops: Shopware-Entwicklung, abgerufen 05.10.2026
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